Zenith Helios 44-2 2.0/58mm VI

Es ist tatsächlich schon einige Wochen auf meiner Kamera und wird auch noch einige weitere Wochen dort bleiben…

Zunächst einmal, mein rechtes Auge hat sich immer noch nicht dazu entschieden, wieder die ihr zugeteilte Funktion zu 100% aufzunehmen. Das bedeutet, ich bin ziemlich eingeschränkt beim Scharfstellen von analogen Objektiven. Ob es noch mal wieder was wird – keine Ahnung. Um so mehr freue ich mich für meine neuen Werke von heute morgen.

Es ist gerade 7.00 Uhr durch, ich blicke aus dem Fenster und sehe nur eine Fülle von Nebel. Mein Herz hüpft vor Freude, ich wusste ja schon damals, als ich aus dem Nebelwald wieder raus war, was ich beim nächsten Mal fotografieren würde. Das diese Gelegenheit so schnell kommen würde, konnte ich allerdings nicht ahnen.

Also, Kamera mit dem Helios 44-2, und die Autoschlüssel geschnappt und schnell mal ein paar Kilometer weiter an den Strand von Karlsminde gefahren. Das ist ein für meine Verhältnisse riesiger Campingplatz.

Schon die erste Einstellung zwischen herum wuselden Gärtnern, die Ordnung schafften für den Ansturm an Ostern – ja, das wird so kommen – und das was danach passiert ebenso…, gefiel mir sehr gut. Offene Blende bei dem Objektiv ist schon was Feines.

Sieht schon ein wenig traurig aus, so ein Spielplatz im Nebel. Und dabei heißt es: Es gibt viele Campingplätze, aber nur ein Karlsminde! Hm…

Camper sind ein lustiges Völklein… immer zu Späßen aufgelegt. So auch hier; sollen die Farben von Schleswig-Holstein sein.
Und es gibt ein Restaurant welches früher jahrelang mein zweites Zuhause war 🙂 Eine blöde Begebenheit des Zufalls forderte den Pächter des Restaurants allerdings zu einem Schlaganfall heraus. Von da an bin ich nie wieder in das Restaurant gegangen. Das ist jetzt auch schon wieder mehrere Jahre her. Und es war ein tolles Restaurant. Im Sommer saß ich an einem Tisch mit Blick auf die Eckernförder Bucht und zum Ende der Saison, wenn es ab und an kühl wurde, an einem Tisch nahe des Kamins. Es war eine schöne Zeit in Karlsminde.

Doof war, das Thermometer zeigte Minus zwei Grad und ich bin natürlich Hals über Kopf ohne meine Handschuhe los gefahren. Das fing sich jetzt an zu rächen. Doch ich biss die Zähne zusammen und ging schnurstracks auf den Zugang zum Strand zu.

Dort noch mal ein Blick zurück auf das Restaurant. Diese ganze Szenerie erschien so was von unwirklich, denn als ich weiter ging erblickte ich etwas, was ich hier so noch nie gesehen habe:

Der Strand hatte eine „Boot zu Wasser lassen Rampe“ bekommen. Die habe ich hier noch nie gesehen. Überhaupt sah der Strand völlig anders aus, als noch vor einem oder zwei Jahren. Was war hier passiert?

Noch NIE war der Strand so breit. Wo war das Wasser hin? Und wo kamen die ganzen Haufen mit Steinen her? Meine Finger froren mir fast ab…

UNGLAUBLICH!

Und der Nebel trug noch mehr zur Unwirklichkeit bei… Bis auf meine eisigen Finger, die ich abwechselnd jetzt in den Hosentaschen zu wärmen versuchte, gefiel mir die Situation unglaublich gut.

Diese Birken waren überall. Und ich mochte ihren Anblick. Sahen genauso aus wie ich, völlig verwuschelt – und mein Friseurtermin ist erst am 18. März. :-)))))))))))))))). Und bis dahin hat uns die dritte Welle schon längst erwischt und die Friseure sind wieder zu. Ich lach mich kaputt!

Ein Blick auf’s Meer darf auch nicht fehlen… und dann dieser Strand… Wenn das Wasser es sich überlegt und zurück kommt, dann wird hier wieder die Hälfte unter Wasser stehen. Wie gesagt: SO etwas habe ich hier noch nie gesehen. Die andere Situation sehr wohl, wenn das Wasser in Riesenwellen den Strand und das Land dahinter überspült… Nix Gefährliches an sich, aber immer wieder nett anzuschauen. Im Herbst – oder Winter – wenn der Wind zu einem Sturm wird und aus der richtigen Richtung kommt.

Es gibt an diesem Strand, an dem man bis nach Eckernförde wandern kann auch richtig idyllische Plätze zum Ausruhen. Solche wie diese hier. Räusper…

Nun, nicht böse werden, ich mag halt Solitäre… 🙂

Man trifft überall auf Campgrounds. Diese liegen ein wenig abseits, der Weg zum Wasser ist etwas weiter, dafür sind sie ein wenig preiswerter. WIe gesagt, der Platz ist riesig…

So sieht es zur Zeit auf dem gesamten Platz aus. Was für mich ein weiteres neues Highlight war: Ich bin noch nie auf diesen Plätzen gewesen. Camper aus dem Ausland wie Hamburg, Neumünster, Berlin und auch aus dem Ruhrgebiet sind ein wenig, wie soll ich’s nennen; Besitz ergreifend. Die lassen da keine Einheimischen auf ihr kleines Stückchen Land. Oftmals wird das sogar richtig eingezäunt, das Rittergut. Auf diesem Bild hat jedoch ein anderer Bewohner gerade einen Riesen Frühjahrsputz… :-)))

Ich werde für heute erst einmal eine Pause einlegen. Ich habe 100 Bilder geschossen und den ganzen Tag damit zugebracht jedes einzelne zu bearbeiten (!) Ja, das kann ich… ich hab Zeit! 🙂 Morgen geht es dann mal so richtig los mit den Nebelfotos.

Stay tuned.

2 Gedanken zu „Zenith Helios 44-2 2.0/58mm VI

  1. Was für ein geiler Nebel – ich habe jetzt eine Nebelapp 😉 Momentan ist es hier eher orange-dunstig vom Sand der Sahara… – Manchmal würde ich gern mit dir ne Runde fotografieren gehen. Das war immer lustig und dabei sind tolle Bilder entstanden -in Eckernförde, aber auch in Schwerin. Du hattest mal irgendwann mutig verlauten lassen, dass Du dich in die südlicheren Regionen wagen willst… vielleicht wird ja mal was draus 😉

    Herzliche Grüße
    Birgit

    Gefällt 1 Person

    • Nun, das war erst die Einleitung. Es kommt noch viiiel besser. Jedenfalls habe ich so etwas noch nie gesehen. Zumindest nicht bewusst. Ja, was das Fotografieren mit Dir angeht, war immer schön, stimmt. Und die Hoffnung soll man ja nie aufgeben. Borken ist nicht aus der Welt und bald habe ich ja noch mehr Zeit als jetzt… 😉 Nun muss allerdings erst einmal die unfreiwillige Corona-Selbstbeschränkung aufgehoben werden, dann sehen wir weiter. Lust hätte ich schon mal wieder… 🙂

      Gefällt 1 Person

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