Personality

Diesmal habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht, was ich denn sagen soll, wer ich bin. Das habe ich schon zu oft getan. Ich mache es auch ganz kurz…

Ich bin nach wie vor von der Fotografie begeistert. Doch es hat sich einiges in den Jahren und mit den Jahren geändert. So auch meine Einstellung zu den sogenannten Social Medias. Allen ganz voran das berühmte aber langsam endlich verblassende Fratzenbuch. Noch gibt es den nicht minder besseren Instagram.

Änderung am 08.08.2020. Ich probiere seit einigen Wochen mit Instagram etwas anzufangen. Doch wie ich es befürchtete: Die Erfolgsaussichten sind wohl eher mau bis gar nicht wenn man sich nicht an die ungeschriebenen Regeln hält. Mir egal… Ich werde keine Natur zerstören, nur weil einige Dumpfbacken glauben, dies für ein Bild wie das andere tun zu müssen. Nur wegen einiger scheiß geilen Likes… Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, das alles irgendwann wieder gut wird…


Das gedruckte Bild empfinde ich nach wie vor noch als die „echtere“, originalere Methode sein wahres Können zu zeigen. Dem gedrucktem Werk in der Hand, dem Geruch der Tinte in der Nase und der Lebendigkeit in der Präsentation gibt es noch nichts entgegen zu setzen. I Love it! Und dann, ja nur dann macht eine Diskussion auch wirklich Sinn.

Das wäre die eine Sache. Die andere ist meine vollkommene Abneigung, ja zuweilen sogar von Hass begleitet, gegen Smartphones. Ich besitze keines und lebe hervoragend damit. Nicht so wie einige meiner Kollegen – es ist schon echt traurig in was für eine Abhängigkeit sie sich begeben, oder begeben haben. Beim leisesten Zucken ihres Kommunikationskästchens wird SOFORT reagiert, ob man gerade in einer Unterhaltung sich befand – egal, ob man gerade eine schöne Stimmung bei einem gemütlichen Essen hatte, egal… alles egal wenn dieses Ding sich meldet. Stimmungstöter par Excellence… Kann man doch auf stumm schalten – mal ehrlich – diese Möglichkeit wurde doch von vornherein als völlig überflüssig angesehen, oder?

Demonstrativ liegt das Heiligtum neben dem Essteller… neben dem Glas Wein, neben der Hand, die gerade noch von der Liebsten gehalten wurde.

Und das alles für Nachrichten die an Banalität nicht zu überbieten sind, die auf jeden Fall auch noch viel später eine Beachtung hätten finden können.

Richtig toll ist so’n Ding bei einem Fotoshooting. Es ist mittlerweile bei mir ausdrücklich verboten, es eingeschaltet zu lassen, so lange die Arbeit mit dem Modell dauert. Dieses permanente Bimmeln und dann auch noch ran zu gehen, um wiederum den größten Schmarrn zu erfahren…

Stimmt alles nicht?

Na dann achtet mal drauf… Whats app! Wozu mit einem Anruf in drei Minuten klären, was anliegt, wenn man das auch in acht Stunden mit allen Tippfehlern machen kann… Korrekturlesen wird überbewertet.

Doch kommen wir wieder zum Wesentlichen, zu mir. Seit 1992 mit analogem und digitalem Zeug unterwegs. Ich vermeide mal demonstrativ die Markennamen. Man wird es mit der Zeit so oder so erfahren, wie und womit ich meine Werke erstelle. Technisches Gelaber ist mir völlig egal, es reicht mir wenn ich weiß, wie ich damit die Bilder hinbekomme, die mir vorschweben. So eine Kamera, egal von wem, egal was, egal mit welchen Features, egal ob APSC oder Vollformat, oder gar Spiegellos… Das alles ist mir völlig egal… wenn Du mir nur Bilder zeigst, die diesen Namen auch verdienen.

Ich wünsche mir leidenschaftlichere Diskussionen über Bilder, wie sie entstanden sind ist mir dabei noch nicht mal so wichtig wie das WARUM. Warum hast Du es so gemacht, was war Deine Intention… dann kommen wir auch wieder auf die Magie zurück die einem Bild innewohnt; das es nicht nur vom Motiv erzählt sondern auch etwas über den Ersteller, dem Fotografen.

Ich ertappe mich jedenfalls immer öfter dabei, dass mir nicht nur das Betrachten von analog erstellten Bildern riesige Freude bereitet, sondern auch das eigene Erstellen. Dazu benutze ich seit zwei Jahren eine Mittelformatkamera namens Mamiya RZ67 Pro. Auf das analoge Kleinbildformat werde ich mich wohl nicht mehr einlassen, zumindest nicht primär. Noch habe ich mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, dieses Schwergewicht macht mir doch oftmals einen Strich durch die Rechnung mit all ihren Sicherheitsvorkehrungen gegen versehentlich falsches Auslösen… Aarrrrgh!

Was will ich eigentlich hier? Warum schon wieder ein Neuanfang? Sagen wir es mal so: Ich schreibe eigentlich gern und viel, wünsche mir hin und wieder auch einen Austausch. Doch so wichtig ist das nicht mehr für mich. Wenn es geschieht OK, wenn nicht auch gut. So ein Blog bietet einem auch die Möglichkeit etwas aufzuschreiben, um es an einem bestimmten Ort wieder zu finden, neu zu reflektieren und eventuell anders wieder aufzubauen. Ein digitales Notizbuch…

Also fühlt Euch völlig frei etwas in diesem Blog abzulegen oder nicht.

26.11.2019 Nachtrag

Hm, Ich stelle hier so einige Sachen fest, die wirklich komisch sind. Warum folgt man eigentlich jemanden? Macht man dieses, weil einem die Arbeiten des Verfolgten gefallen, oder hat das andere Gründe? Weil, wenn ich jemanden folge, dann genau aus diesem Grund. Er braucht mir jetzt nicht aus lauter Dankbarkeit nachrennen, selbst wenn er jetzt meine Arbeiten Scheiße findet, nur damit ich bei ihm bleibe… 🙂 So was ist echt der größte Blödsinn… denn ich bleibe ja bei ihm, weil er für mich das anfertigt, was mir gefällt. Nur – ein Like, was ja eh nicht mehr wert ist als kein Like (siehe tolles Bild/ Scheißbild) beides Anmerkungen die den gleichen Wert besitzen, nämlich 0… Nix, nada… deshalb macht Insta ja im Moment genau das Richtige. Jetzt noch die Anzeige der Follower weg und dann wird das Ding richtig sympathisch. Dann bräuchte ich mich nicht zu fragen: Warum folgt er/sie mir um im nächsten Moment wieder die Kurve zu kratzen?

Oder?