Novemberlicht

Nach einer whats app Nachricht meiner Frau aus Damp, wo der Strand heute unter Wasser stand – wir hatten unseren ersten großen Herbststurm, machte ich mich auf den Weg wie es wohl in Eckernförde im Hafen aussah. Immer wenn Ostwind angesagt war, füllte sich unsere Bucht mit viel Wasser und ließ den Pegel gehörig ansteigen. Doch so schlimm, wie es vor ein paar Monaten war mit Wasser über die Kaimauern schwappen und so, war es diesmal nicht. Da sah die Situation in Flensburg schon ganz anders aus. Dennoch gab es einen Grund für mich, dieses Ereignis, als ein besonderes anzunehmen. Und das war das Licht, welches ich vorfand.

Es war gerade um die 14.00 Uhr und es war blau. Regelrecht blau. Blau und dunkel. Ich konnte mir bisher nicht mehr vorstellen, wann ich am 17. November um knapp 14.00 Uhr mit ISO800 fotografiert habe. Hinzu kam eine Scheißkälte mit vier Grad und eben dieser kalte Ostwind. Dauerte auch nicht lange, da fragte ich mich, wie lange ich hier rum wandern würde. Doch ich biss die Zähne zusammen und verbrachte eine ganze Zeit am Hafen und an der Hafenspitze von Eckernförde.

Unsere Badewanne, ziemlich voll gelaufen…

… aber noch nicht übergelaufen… 🙂

Mein spezielles Lieblingsbild von diesem Tag. Überarbeitet am 19.11.2022. Gefiel mir so einfach besser. 🙂

Unsere Daten…

Darf natürlich auch nicht fehlen…

Fischbuden und ähnliches haben wir reichlich…

Was mich am meisten freute war die Tatsache, dass ich mehr oder weniger allein unterwegs war. Selten war jemand zu sehen an der Hafenspitze. Einige wenige hatten sich in Restaurants oder Cafe’s verkrochen. So hatte ich allen Platz für mich allein… ich mag so etwas. Bringt auch ordentlich Stimmung in die Bilder… finde ich.

Weihnachten naht in großen Schritten, hier ist der Anfang…

Und zum Schluss noch ein wenig Kuddelmuddel… hat auch seine Berechtigung an diesem Tag. 🙂

Die Sprottenflotte hat es ob des Sturmes dahin gerafft…

… und der Pegelstand mit 5,70m eben nicht ganz so tragisch… 🙂

Ein Himmel ohne Wolken ist kein Himmel

Unter diesem Gesichtspunkt ging mein Spaziergang an der Schlei vonstatten. Wir hatten einen fantastischen blau-weiß-grauen Himmel, der mich dazu bewog die Schlei im Umfeld von Borgwedel zu untersuchen. Ich wurde nicht enttäuscht. Vielmehr wurde mir eine Information zuteil, von der ich bis dato noch gar nichts wusste. Doch dazu später mehr.

Zunächst verliefen wir uns auf einem Maisacker, von dem ich glaubte, dass man bis ans Ufer de Schlei gelangen konnte. Fehlanzeige, also wieder zurück.

An der Hauptstraße angekommen, bemerkte Sabine ein weiteres Auto, welches an einem Wanderweg parkte. Hier konnte man also den ausgewiesenen Weg nach Borgwedel begehen. Was wir auch sofort taten. Es wehte teilweise eine ziemlich steife Brise, aber es war für die Jahreszeit noch immer viel zu warm. Saharawind halt. Entlang des Weges erstellte ich immer wieder Bilder mit Blick auf die Schlei. Durch den starken Wind ergaben sich immer wieder neue Wolkenbilder am Himmel.

Und dann befanden wir uns auf einem „Lehrpfad“ für eines der „Naturerlebnisräume Schlei“. Und weil das so ist, muss ich jetzt mit den Lehrtafeln von der anderen Seite beginnen, denn hier war praktisch das Ende des Weges.

Wir begeben uns einfach rückwärts nach vorn zur ehemaligen Ziegelei in Borgwedel. 🙂

Vorbei an Insektenhotels und Streuobstwiesen.

Also ich muss schon sagen, ein museales Gelände gleichzeitig als Freizeit“park“ zu nutzen, das hat echt was. Man kann hier grillen, übernahten (in Zelten natürlich) und seine Ruhe geniessen – am Ufer der Schlei… schön geplant!

Überall in der Nähe kann man noch Artefakte der alten Ziegelei erkennen…

Und das ist sie, unsere Schlei… 🙂

Und hier befinden wir uns wieder am Anfangsort wo wir uns um 180 Grad gedreht haben um am Anfang zu beginnen… 🙂 Dieses ist übrigens wieder ein Bild, welches meine Kamera geknipst hat. Die kann das auch ohne mich… Naja, den Zeigefinger braucht’s schon, aber mehr auch nicht…

Dies war eine Zeitreise in die Vergangenheit, wie ich es nicht erwartet habe. Und es gehören noch einige Naturerlebnisräume dazu. Unter anderem auch die Gegend um Maasholm.

Dann noch der NER Galloway, von dem ich noch keine Ahnung habe wie sich mir dieser präsentiert, und der NER Moostoft in Ekenis.
Wird mir eine freude sein, da auch auf Entdeckungstour zu gehen.

See you…

Herbstmarkt Kiel Molfsee

Ein alljährliches Wiederholungsritual 🙂

Schon ziemlich früh aufgestanden… halt, nein, das war anders. Schon ziemlich früh von Sabines Wecker geweckt worden, dann noch ein zweites und drittes mal von ihrem Smartphone… bis es endlich zum Aufstehen kam… Sind eigentlich alle Frauen so? Dass sie mindestens zwei Wecker brauchen und auch nach dem dritten Bimmeln nur zähflüssig hoch kommen?
Nun, auf’s Frühstück musste aus diesen genannten Gründen dann auch verzichtet werden, wir wollten uns um 9.00Uhr auf dem Parkplatz vor dem Museum treffen. Wir kamen tatsächlich pünktlich an und nachdem wir eine Nachricht mit unseren Freunden ausgetauscht hatten, wo die denn nun sind… (Waren gerade an der Kasse und hatten uns freundlicherweise die Eintrittskarten gleich mit gekauft)… Das war doch schon einmal ein dicker fetter Pluspunkt! Keine Warterei…
Uns fiel aber schon beim Kommen auf, hier war etwas anders. Ein so hohes Aufkommen haben wir die ganzen Jahre nicht erlebt. Am Schönsten war es voriges Jahr… Da hat Corona für ein übersichtliches Feld gesorgt. Nicht nur übersichtlicher sondern auch ruhiger. Das Kindergeschrei war manchmal schon nervig, ebenso der Platzmangel durch die vielen Kinderwagen auf den ehe schon schmalen Wegen dementsprechend.
Nein, ich habe nichts gegen Kinder, ganz und gar nicht… Nur manchmal scheint Erziehungssache wirklich Glücksache zu sein. Dasselbe gilt für manchen Hundebesitzer, die einfach mal ums Eck, sind ja genug da, und dann da die Viecher ihr Geschäft machen lassen. Natürlich ohne den Dreck zu entsorgen. So, das nur zu Anfang…

Wie bereits beschrieben, habe ich mich auf SW gestürzt, und auch heute einige Bilder geschossen, wo dieses eben ganz und gar nicht passt. Wenn man gleich zu Anfang von Farben erschlagen wird, kann es eine Beruhigung sein in SW zu fotografieren. Doch es nimmt dem ganzen auch den Wumms. So habe ich mir erlaubt, bei einigen Motiven zwei Versionen vorzulegen. Das hat jetzt nicht den Grund, dass der geneigte Leser sich die ihm „bessere“ Version bestimmen soll, wie es ja bei vielen FC’s gern gemacht wird, sondern es soll mein Empfinden für die jeweilige Situation etwas besser erklären. Das Farbe manchmal die durchschlagendere Wirkung erzielt. Das wird in Zukunft zwar meine Motive einschränken, aber wie ich schon sagte: Entschleunigung ist mein Ziel… Ade, Bilderflut!

So, fangen wir doch einfach mal an: Gleich zu Anfang wurden wir von Farbe erschlagen, und ich stürzte mich auch gleich hemmungslos darauf.

Schwarzweiß wurde mit einem digitalen Grünfilter verstärkt.

Der sogennannte Pfaffenhut. Auch ein Kürbis. Ohne Filterverstärkung. Ich finde, Farbe bringt da sehr viel mehr einzelne Informationen zur Geltung, während ich in der SW-Version eine etwas stärkere Plastizität vernehme. Widersprecht mir, wenn ich mich irre… 🙂

Ich werde es mir niemals nehmen lassen, Fotografen beim Fotografieren zu fotografieren… zu köstlich! Selbst John Wayne konnte seine Knarre nicht schneller ziehen als Corinna ihr Smartphone. 🙂

Bollerwagen für alles Mögliche. Später saßen da Kleinkinder drin und jede Menge erworbenes zum Essen und Anschauen… Sie waren sehr schnell weg…

Hier bin ich mir im Zweifel. Das Bild enthält eine Unmenge an Informationen, die in Farbe wesentlich einfacher zu entschlüsseln sind, als in Graustufen. SW erscheint mir hier definitiv fehl am Platz – oder doch nicht? Hm…

Auch hier wurde ein digitaler Grünfilter im SW-Bild eingesetzt, Weil, wir wissen ja: Grün und Rottöne haben in SW die gleiche Signalwirkung. Sprich: Sie sehen farblich gleich aus. In diesem Fall hellte der Grünfilter die grünen Blätter auf und sorgte so für die klarere Darstellung der schönen roten Beeren. Dennoch: In Farbe gefällt es mir besser… 🙂

Die Macht der Bilder! Dieses Schild befand sich an einem Kaffeewagen. Und hatte eine völlig andere Information. Doch die gefiel mir nicht, so machte ich diese daraus. Doch so hat es nie geheißen… Glaube nur dem Bild, welches du selbst gefälscht hast! 🙂

Hier bin ich mir eindeutig sicher, dass SW die richtigere Wahl ist. Und das nicht nur wegen des geschichtlichen Hintergrundes. Es lässt sich einfacher differenzieren, was da eigentlich alles steht.

Auch hier würde ich mich schwer tun mit der Entscheidung: pro Farbe für die Fröhlichkeit, die sie auch auf den Taschen ausstrahlt, SW für die geometrischen Formen und die Formenwiederholung. Spannend, nicht wahr?

Der ist mit seinen Langohren nur dazu da, damit ich nichts vergesse… 😉

Vogelscheuchenknipser…

Dieses Schild sollte ich mir eigentlich jeden Tag anschauen…

Wir befinden uns in einem Freilichtmuseum und da gibt es natürlich auch noch andere Sachen zu entdecken. Türen z.B. Alte Türen… mit vielen grafischen Mustern… eigentlich müsste ich dafür noch eine eigene Serie beginnen. Mal sehen, nächstes Jahr. Hierfür reicht SW völlig aus.

Etwas, was mich völlig überrascht hat, war dieser Zufallsschuss. Eigentlich schon recht gut belichtet, doch was AFFINITY daraus gemacht hat, ist schon eine Klasse für sich. Hier tendiere ich eindeutig zum SW-Foto. >Es passt für mich einfach alles! Übrigens, KEIN HDR! Alles aus einem Bild.

Auch hier, keine zwingende Notwendigkeit für mich vorhanden, Farbe zu benutzen. 🙂

Details, Details, Details, wie oft übersieht man sie…. Auch hier kein zwingender Grund, Farbe zu benutzen…

Das Labor des Milchkontrolleurs… auch hier nichts, was für Farbe spricht…

Nach sechs (!) Stunden wieder am Ausgang angekommen. Ich halte es nach wie vor für schwierig Rostoptiken in SW zu dokumentieren. So bin ich hier auch ein wenig unschlüssig und entscheide mich für Farbe. Sollte es künstlerischen Anforderungen entsprechen würde ich wohl eher die Graustufenabteilung wählen… 🙂

Noch einmal aus einer anderen Beobachtungsperspektive… Mir gefällt der tolle rost/blau Kontrast, aber auch die SW Version… Und jetzt sitze ich vor dem Dilemma, was nehmen, wofür? Und auf diese weiteren Diskussionen mit mir selbst freue ich mich wie ein Schneekönig… es bleibt spannend! 🙂

Der Moment, wo man merkt, wo man eigentlich immer schon stand…

… es nur nicht wahr haben wollte. 🙂

Heute Abend setzte ich mich wie so oft in den letzten Jahren vor den Computer und begann meine Bilder zu bearbeiten… ich fragte mich den ganzen Tag schon – WARUM baut Leica eine Kamera die ausschließlich Schwarzweißbilder erzeugt. War das aus einer Laune heraus? Oder weil man immer schon den Namen Leica mit ikonischen SW-Bildern in Verbindung brachte. Dieses aber nun in Zement gießen wollte? Was zum Teufel haben die sich dabei gedacht?

Nun, ich hatte gestern schon eine Eingebung dessen, als ich merkte was SW aus meinen Farbbildern macht und anschließend mit mir. Ich nutze ein Programm von NIK um meine bunten Bildchen in Schwarzweiße Meisterwerke umzuwandeln. Schön finde ich die vielen Vorlagen, die mir gegeben werden um meine Richtung zu finden. Doch ich bin ja nicht starr darauf fixiert oder nehme gleich die erstbeste Auswahl an.

Nach vielen Versuchen, ja ich versuche… tatsächlich jetzt meinen Stil zu finden… wobei vor einigen Stunden habe ich ihn gefunden. Was mich auch gleich dazu veranlasst hat, meine Welt NUR NOCH in Schwarzweiß zu sehen. Ich habe mich seit Jahren gefragt, warum meine Bilder so blass und unaufgeregt aussehen. Nun, nicht alle, aber die meisten. Und auch gleich in meinem Hauptsektor, Portrait- und Akt… Heute habe ich das gleiche Phänomen bei Landschaftsbildern bemerkt. Obwohl ich in dem Bereich schon länger mit einer stärkeren Kontrast und Strukturanwendung arbeite, wollte das Bild nicht so richtig zu mir „sprechen“. 🙂 Heute dann die Offenbarung: Ja, es geht auch in SW. Nur herbstliche Bilder oder Bilder mit vielen Farben, wehren sich noch vehement. 🙂

Ich berausche mich gerade an dieser Macht des SW. An die schöne Definierung der Körper und den starken Kontrasten in der Landschaftsfotografie… macht süchtig!

… und jetzt in Schwarzweiß…

Das ist einfach so vieles mehr…

… und jetzt Schwarzweiß:

Einfach irre…

Jetzt einmal mit meinem Lieblingsobjekten:

Sieht schon ganz gut aus, aber… mir fehlt der Aha- Moment…

Die Zeichnung im Gesicht, der ganze Ausdruck ist ja schon fast ein anderer… Ich denke, ich weiß jetzt, warum Leica so konsequent auf die Leica M, wie Monochrome setzt. SW ist so eindringlich, so weit weg von effektheischenden Farben, die sogar ein Bild verfälschen können. Ich werde ab sofort dieses Phänomen weiter untersuchen und mich weiter an dem erfreuen, was gerade mit mir passiert :-)))

… und jetzt das krasse Gegenstück… wobei ich auch zugeben muss… Beauty gehört so… und nicht anders. Deshalb heißt es ja auch so. 🙂

… aber, und das hat mich völlig verblüfft: Hier ist LEBEN im Gesicht und ein Ausdruck, den ich im oben angeführten Bild leider nicht erkennen kann… Schon spannend, nicht? Ein letztes Beispiel noch:

Zwar ein wenig weicher als üblich, und daher vielleicht auch ein wenig verfälschend, dennoch, das gleiche Bild in SW ist da viel aussagekräftiger.

… oder? 🙂

Also, ab heute nur noch Schwarzweiß… bis auf Herbstfarben.. 🙂

Natürlicher geht nicht… 🙂

Schiffsbegrüßungsanlage Wedel

https://hamburgtourist.info/hamburger-umland/willkomhoeft-schulau-wedel.html

Vor kurzem kam der besten Frau von allen der Gedanke die Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel zu besuchen. Das sind gut 1,5 Std. Fahrt – geht los. Doch nicht über die Autobahn sondern über die Bundesstraßen.
„Das sieht ja hier überall genauso aus wie bei uns…“, entfuhr es ihr nach einigen Kilometern.
Ich kommentierte das nicht… 🙂 Ein paar Baustellen und noch mehr Umleitungen später erreichten wir unser Ziel.

Wir beschlossen, nachdem das Auto in der Nähe auf einen Parkplatz abgestellt war, erst einmal zu schauen, was es hier denn so Interessantes gab.

Zunächst einmal eine Brücke. Diese führte zum Fähranleger nah Hamburg. Und es gab hier auch viele Schlösser…

Doch nicht nur… es gab auch schöne Ausblicke.

Gegenlicht! Ich liebe das 🙂

Aber wie sollte es anders sein – auch sinnlose Zerstörung.

Ganz schön was los auf der Elbe… räusper…

Dann ging es an einer laaaaangen Mauer entlang, der der Elbe folgte. Auf dieser Mauer war Graffitykunst (!) aufgebracht. Ich entschied mich dazu, einige aufzugreifen und diese später für etwaige Hintergründe zu verwenden…

Auf dem Rückweg besann ich mich dann wieder den schönen Aussichten auf die Elbe, auch im Gegenlicht…

Bis wir zu unserem Ankunftsort ankamen dauerte es noch etwas, doch uns war schnell klar: Jetzt musste erst einmal der Hunger gestillt werden. So gingen wir in den Außenbereich des Restaurants und hatten einen wunderschönen Blick auf die Elbe. Hin und wieder schipperte ein ausländisches Schiff vorbei und die Nationalhymne des jeweiligen Landes tönte los. Dann wurde es entweder begrüßt oder verabschiedet. Je nachdem aus welcher Richtung das Schiff kam oder fuhr. War das Schiff vorbei, folgten noch technische Details des Riesen… 🙂

Irgendwann geht auch der schönste Tag vorüber, das tollste Essen vorbei und dann präsentierte sich die Welt wieder einmal in einem wunderschönen Aufzug… Aber es geht sogar noch besser – finde ich. So sah das Ganze ein paar Minuten später aus:

Und dabei kann ich dieses Abbild des Kitsches doch gar nicht ertragen… 🙂

Bis zum nächsten Mal.

Holnis

Eigentlich schon länger auf meiner Liste, was Foto-Locations angeht, doch gestern hab ich es mal wahr gemacht und bin da mal hin. Was ist Holnis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Holnis

Ich will hier nicht über eine Gegend reden, die ich nicht kenne, noch nicht kenne, aber was ich gesehen habe reicht, um dieses Jahr, wenn nichts dazwischen kommt, noch eine oder zwei Bilderstrecken zu absolvieren.

Ich bin also diesmal nur als „Location Scout“ unterwegs gewesen. Doch so nebenbei haben sich interessante Bilder ergeben, die nach me(e)hr schreien… Aber schaut selbst, ich lasse mal Bilder sprechen, Text von Wikipedia gibt’s ja genug. 🙂

Es geht zu Anfang nur um die GRÜNE Route. Sie ist 3,3km lang und leicht zu bewältigen. Was auch erforderlich war, denn kaum hatten wir die ersten Schritte zurück gelegt, fing es auch schon an zu schütten. Doch eine sehr hohe und dichte Baum- und Buschreihe verhinderten Schlimmeres. Und kaum als es los gegangen war, war der Spuk auch schon wieder vorbei.

Durch diese hohle Gasse musst Du gehn‘ 🙂

Und dann bist Du auch schon am Strand. Wir waren ein wenig verblüfft, Der ablandige Wind hatte gleich eine große Fläche der Sandbänke freigelegt…

Und der erste umgestürzte Baum lag herum… ob es noch besser ging? So etwas suchte ich ja…

Ist schon verrückt… wie weit man hinaus konnte. Auf der anderen Seite liegt übrigens schon Dänemark.

Wir hatten echt Glück mit dem weiteren Wetterverlauf. Oftmals ging an der Küste Dänemarks ein ordentlicher Schauer runter, bei uns blieb es Gott sei Dank trocken…

Ich konnte mich gar nicht satt sehen… WAS ist ein Himmel ohne Wolken? Nix, absolut nix… 🙂

Das Kliff… so wie ich es mitbekommen habe ist es verboten da oben darauf herum zu turnen… Naturschutz!

Ja, da kam schon ganz schön was herunter auf der anderen Seite.

Wir haben uns gefragt wo kamen diese ganzen Ziegelstücke nur alle her? Zunächst noch unwissend steuerten wir doch geradewegs auf die „Ziegelstraße“ zu. Und in der weiteren Recherche fanden wir heraus, dass hier nicht nur einmal drei, sondern sogar 70 Ziegeleien herum gestanden haben. Das Vorhandensein von Ton machte es möglich…

Das Kliff II

Auf dem Rückweg sprang mich dann gleich eine fotografische Anekdote an:

Das war’s noch nicht, aber dann:

Da musste ich dann doch ein wenig schmunzeln…

Das war also die erste Runde in Holnis. Die zweite wird etwas ausgedehnter sein. Mit Sicherheit die ROTE Route. Mit 10 Km, schon etwas länger, aber hoffentlich auch für meine Zwecke profitabler. Wir werden sehen…

Stay tuned.

Flensburg (m)eine Perle

Wenn der besten Frau von allen etwas einfällt, dann muss man das wohl auch machen… besser is das!
In diesem Fall eine Bötchentour durch die Flensburger Förde. 11.30 Uhr sollte es los gehen mit der MS Viking. Die Anfahrt per PKW ist ja n Klacks. Doch die Parkplatzsuche hat dann doch etwas Zeit in Anspruch genommen. Sind immer noch viele Touristen in Flensburg unterwegs. Besonders viel dänisch sprechende… 🙂 Klar – die Nähe zur Grenze ist allgegenwärtig. Doch wir erreichten pünktlich den Landesteg.

Sabine erwarb die erforderlichen Karten und da trudelte das Bötchen dann auch schon ein. Soooooo, erst einmal die Fahrgäste hinunter lassen, dann die anderen, also uns, hinauf … Wurde ganz schön voll der kleine Kahn, äh, das Bötchen… 🙂

Da kriegt man eine völlig intakte Karte, dann wird sie einem aus den Händen gerissen und anteilig zerstört. 🙂 Nun, schnell haben sich die Fahrgäste auf dem Bötchen verteilt und es kann los gehen. Schnell noch ein, zwei Bilder geschossen und dann erst einmal auf eine lange Bank gesetzt.

Uns saß ein Pärchen gegenüber, welches ich gleich freudig begrüßte… 🙂 Man ist ja ein höflicher Mensch. Es ist erstaunlich warm, und mein Hase fragt mich ob mir in der Softshell Jacke nicht ein wenig zuuuu warm ist… Sie soll sich noch wundern in ihrer Bluse…
Vorbei geht es an Flensburgs Hafenkante, die mir schon sehr bekannt ist. Doch was mich wundert ist der völlig andere Blick darauf, so von der Wasserseite.

Vorbei geht es an der Flensburger Schiffbau Gesellschaft, die auch ein Fährschiff im Bau vorzuweisen hat. Was mich allerdings mal wieder mehr fasziniert hat, war der Himmel…

Ein Himmel ohne Wolken ist eben kein Himmel… basta. Links von uns „rauscht“ die Küste Dänemarks an uns vorbei. Sehr imposant, die Bauten dort…

Ritas Hot Dogs, Bildmitte, sind weltberühmt. Auch heute ist der Parkplatz natürlich brechend voll… 🙂 Auf der anderen Seite umrunden wir gerade die Ochseninseln 🙂 um in Glücksburg anzulanden. Hier steigen erneut Gäste zu, und steigen andere aus. Man kann sich hier auf seine Art und Weise verlustieren und mit dem nächsten Schiff wieder zurück fahren. Nun, wir bleiben auf dem Schiff und fahren wieder zurück nach Flensburg.

Ich sage ja, ich liebe einen Wolkenhimmel… Und hier kommt meine Softshelljacke ins Spiel: Jetzt gegen den Wind. Boah, das war vielleicht frisch… und meine beste Frau von allen? 🙂 Was macht die? Greift in den Rucksack und zaubert grinsend eine Fleecejacke hervor… Wäre das nicht der Fall, wäre sie ja auch nicht die beste von Allen… 🙂

Geld wohin man sieht… Glücksburg.

Die Marineschule Mürwik, eine architektonische Meisterleistung, wie man uns erzählt…

Was es mit diesen Glaskästen zu tun hat, werde ich noch recherchieren. Erklärung kommt später… also jetzt 🙂

Langsam kommen wir wieder nach „Hause“ und ich bekomme wieder ein Himmelsbild der Sonderklasse… 🙂

Vorbei an der Flensburger Hafen GmbH…

… dem typischen Stadtbild von Flensburg…

… und wieder an die Anlegestelle… Anschließend machen wir noch eine Innenstadttour – wie immer – wenn ich hier bin und begeben uns reichlich rund getreten wieder auf den Heimweg… War schön Flensburg – gerne wieder… 🙂

Panorama erstellen mit AFFINITY KEINE bezahlte Werbung!

Zunächst war ich ein wenig verwundert. Ist doch etwas anders als mit PS und Photomerge.

Aber wenn man es denn erst einmal weiß ist das ganz einfach und die Software macht es m.E. sogar noch besser als PS.

Also zunächst AFFINITY aufrufen, dann Neues Panorama erstellen. Und das geht so:

Strg+alt+shift+P oder alternativ: Links oben auf Datei > anschließend auf Neues Panorama.

Dann öffnet sich folgendes Fenster:

Dann weiter mit HINZUFÜGEN, das ist das Feld ganz links unten, da geht Ihr dann in die Bilddatenbank Eures Computers, wählt die Dateien aus, die Ihr zusammengefügt haben wollt und klickt anschließend auf Zusammenfügen. Wenn dieser Arbeitsgang erledigt ist, klickt Ihr auf ZUSAMMENFÜGEN und wartet erst einmal ab. Das kann ein wenig dauern, bei RAW Aufnahmen. Ist diese Aktion beendet klickt Ihr auf OK. Das Bild wird dann in AFFINITY geladen zum weiteren Bearbeiten. AUTOMATISCH fängt das Programm sofort an das zusammengesetzte Panorama zu rendern. Das heißt in meinem Fall:

Ich hatte 10 hochformatige Bilder frei Hand geschossen und obwohl ich die Belichtung manuell ausgeführt hatte, in diesem Fall Blende 8 bei 1/500s, Schärfe einstellen, AF aus! und dann die 10 Bilder geschossen, gab es innerhalb des Panos helle und etwas dunklere Flächen. Diese wurden von dem Programm komplett berichtigt.

Natürlich ist das ganze nur ein vorläufiger Test, ohne mindestens ein Stativ sollte man so etwas gar nicht erst anfangen. Noch besser mit Panoramakopf, dann gibt es anschließend nicht so viel Verschnitt in der Berechnung.

Ist das Rendern beendet sieht man sofort das Ergebnis: Perfekt!

Seid Ihr mit dem Ergebnis zufrieden klickt Ihr auf das Kästchen links oben ANWENDEN. Dann wählt Ihr das Werkzeug ZUSCHNEIDEN aus und erledigt dies, indem Ihr die störenden Ränder entfernt. Voila, fertig ist das Bild.

Anschließend bearbeitet Ihr das Ganze dann weiter im normalen Arbeitsprogramm, wie Ihr auch ein RAW entwickeln würdet. Mein Bild war in diesem Fall bei 72dpi 112MB groß… Aber das ist ja kein Problem.

Für den ersten Test bin ich schwer beeindruckt, was AFFINITY daraus gemacht hat… 🙂

Wunder gibt es immer wieder III

Der Film ist zurück…:-)

Zu Anfang des Shootings wollte ich ja mit der Mamiya beginnen, meinem 50 Jahre alten Dinosaurier. Es begann auch ziemlich fragend… Wie war das noch? 3 Jahre das Ding nicht mehr angefasst. Genauso lange befand sich auch der letzte Film darin. Ein 160er Portrait von Kodak. Nach 7 Auslösungen bemerkte ich, dass es nicht blitzte, wenn ich auslöste. Wie auch, wenn man nach der Belichtungsmessung das Synchronkabel nicht in die dafür vorgesehene Buchse im Objektiv steckte. Ich hatte noch drei Auslösungen, tätigte diese und spulte den Film zurück um ihn dann zu entsorgen. Drei Aufnahmen waren mir zu wenig um den Aufwand finanziell und haptisch zu begegnen.

Also spulte ich unter einigen Schwierigkeiten einen neuen SW-Film ein. Ilford Delta 100. beließ aber die Belichtungseinstellung an der Kamera aus Schusseligkeit auf ISO 160. Nun, es tat der Sache keinen Abbruch, wie man sieht. Ich behielt die Kamera auf meinem schwerem Berlebach Holzstativ um sicher zu gehen, dass ich auch nicht verwackelte. Das letzte Mal Freihand mit dem Boliden war ein reines Desaster. Und ich war mir noch nicht einmal sicher, ob es jetzt auch klappen würde. Zumindest hatte ich die Sache mit dem Schieber noch im Kopf. 🙂

Der Film kam ganze drei Tage später aus dem Labor, Werbung darf ich ja nicht machen, was mir angesichts der Filmmenge im allgemeinen in den Laboren, doch recht schnell vorkam. Nun noch meinen 20 Jahre alten Scanner anschmeißen und los ging das fröhliche Scannen. Höchste Qualitätsstufe braucht seine Zeit. Aber die Anzahl war ja überschaubar. 10 Auslösungen und kein Aussetzer. So sollte es sein!

Btw. Ich liebe dieses Bild. So konzentriert und irgendwie mit sich selbst beschäftigt in einer Position, die den Herzschlag ein wenig erhöhen lässt… Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie gar nicht mitbekommt, wie aufregend sie eigentlich sein kann… 🙂 Etwas zur Berarbeitung in AFFINITY: Die Bilder haben so gut wie keine Nacharbeit im Kontrast erhalten. Einzig das Weiss musste ich ein wenig unterdrücken. Was klar ist. Wenn man einen 100er Film wie einen 160er entwickeln lässt. Hinzu kamen ganz wenig Staubanteile, die entfernt wurden und ein wenig, ganz wenig, Hautretusche.

Wenn man sich jetzt noch fragt, was macht die Gute da?
Sie räucherte erst mein Studio, dann mein Büro mit Salbei aus… von wegen der Bösen Geister… die von mir fern bleiben sollten. Zuerst dachte ich, das werden die, allein schon vom Geruch. 🙂 Wir hatten heraus gefunden, das wir Parallelen im Leben besitzen. Arbeitstechnisch, wie psychisch… und das wurde mir durch eine längere Unterhaltung vor dem Shooting als ein wahres Glück beschieden. Ich merkte, wie ich immer ruhiger wurde und ihre Anwesenheit mich um ein Vielfaches bereicherte. Auch als das Dilemma mit dem Filmwechseln ein wenig Zeit kostete war sie nicht aus der Ruhe zu bringen – im Gegenteil!

Sanyanya, Du warst mir eine wertvolle Stütze und bist nach wie vor für mich ein wertvoller und wunderbarer Mensch. Ich möchte Dich auch in Zukunft nicht missen. Bleib so wie Du bist!

Ich hab Dich lieb!