Steampunk at its Best

Aufmerksam wurde ich auf dieses Objektiv beim Stilpiraten Steffen Böttcher. Lang ist’s her, als er noch für Innovationen sorgte. Eigentlich viel zu teuer für ein zweilinsiges Objektiv aus Messing, doch ich hatte mich sofort in das Design verliebt und mir eines bestellt. Brauchen tut man das Ding nicht. Aber allein die Haptik zur Scharfstellung ist ein Gedicht. Mit einer Rändelschraube wird das Objektiv innen versteckt nach vorn und hinten gefahren. Das Objektiv ist ein 2.2/85mm. Die Blendenvorauswahl wird durch das Waterhouse Steckblendensystem geregelt. Nun, was soll ich sagen: Sie fallen des öfteren mal aus dem Schlitz heraus, so dass ich mich genötigt sah, bei uns im Werkzeugbau einen Umbau derer vorzunehmen. Sie wurden neu vermessen, um zwei zehntel Millimeter stärker geschliffen und per Drahterodierverfahren neu ausgeschnitten. Auf diesem Wege entstanden auch neue Formen: Zu den klassischen erhältlichen Lochblenden wurden noch eine Karo, Pik, Herz und Kreuzblende angefertigt.

Bleibt nur zu sagen: vor Blende vier ist das Ding eigentlich unbrauchbar… aber es macht trotzdem einen Spaß und eine Freude, mit analoger Technik herum zu spielen…Das fand auch meine damalige Kollegin Silvia und schoss dieses Bild von mir… mit Blende 4.

Für das erste mal in ihrem Leben mit so einer wilden Kombination, schon ganz vernünftig finde ich… 🙂

Helios-44M – 2/58mm die II

34 Jahre wohne ich nun schon hier

…ein 850 Seelen Dorf, und ich kenne noch lange nicht alles. Heute zum Beispiel habe ich mich für meine tägliche 10.000 Schritte and more Tour etwas anderes ausgedacht. Nachdem ich nun schon gefühlte hundert mal im selben Kreis gelaufen bin, zog es mich diesmal in eine andere Richtung. Ilewitt hieß der Ort. Kein Rundwanderweg 😦 Ilewitt gibt es in Neu und in Alt. Es sind zwei große Bauernstellen, die ich so noch nie besucht habe. Doch nicht die Bauernstellen, die sich mit anderen zu einer Windparkgemeinschaft gefunden haben, waren mein Ziel. Ich hatte es auf das Ilewitter Moor abgesehen.

Bis jetzt stehen dort 5 Windmühlen, und wenn ich den Betreibern Glauben schenken soll, sollen auf der Halbinsel Schwansen noch bis zu 140 (!) dazu kommen. Natürlich laufen die Naturschützer jetzt schon Amok. Geschredderte Vögel sehen halt nicht gut aus… Und ich möchte auch nicht von diesen Dingern umzingelt sein. Mal abgesehen davon: Die Verkaufspreise vieler Eigenheime werden dann auch ziemlich in den Keller gehen, wenn es einmal zu solchen Aktionen kommen kommen sollte. Nun, noch stören mich diese 5 nicht so sehr. Sie sind weit genug von meiner Behausung entfernt, obwohl sie natürlich das Gesamtbild erheblich stören. Wenn es denn so wäre, dass wir auch etwas von dem Strom in unserem Dorf erhalten würden – wie es mal geplant war, könnte ich über vieles hinweg sehen, doch der Strom fließt ganz woanders hin…

Die sind schon ziemlich groß, die Dinger, warum hätte es nicht eine Nummer niedriger sein können? Wenn man direkt darunter steht vernimmt man schon einen schlagenden, surrenden Ton, der auf die Dauer bestimmt nicht gesundheitsfördernd ist.

Doch kommen wir zur nächsten Plage.

Beschaulich liegt das Dorf Loose inmitten umgeben von Natur. Getrennt durch die Bundesstraße 203. 12 km nach Damp und 10 km nach Eckernförde.Ideal eigentlich. Das hohe Gebäude rechts im Bild war mal unsere alte Meierei. Ich kannte sie noch als Schandfleck im Dorf, bis sich der Bäckermeister Kolodzey, der sich für mehrere mutige Projekte im Dorf verantwortlich zeigt, ein Herz fasste und daraus einen Wohnsilo machte. Keiner hatte so recht daran geglaubt, dass das Ding wirklich etwas werden würde. Doch es wurde etwas. Die Wohnungen sind vermietet und sich selbst gönnte der Meister gleich eine Penthouse-Wohnung ganz oben über Loose. Es gab sogar eine Besichtigung der Räumlichkeiten und ich fand den Rundumblick über die Schwansener Gegend damals richtig aufregend. Doch ich will auf etwas Anderes hinaus. Das Bild oben trügt etwas. Denn keine 20cm weiter im Kameraschwenk nach links sieht es so aus:

Auch diese Burschen haben nicht unbedingt den Ruf, gesund zu sein… Wir wollen schnelles Internet, überall Netz im Smartphone, also müssen mir auch dazu stehen, dass wir uns von Elektrosmog berieseln lassen. Fortschritt kostet immer etwas…manchmal auch mehr…

Weiter geht meine Reis nach Ilewitt. Es sollte hier ein Moor geben, doch wo? Kurz vor Erreichen des Hofes Alt Ilewitt zweigt ein Feldweg nach links ab. Na, dann nehmen wir doch den. 🙂 Nach ungefähr 1,5km stehe ich tatsächlich vor einer großen Fläche, die man als Moor bezeichnen kann.

… rechts davon steht etwas, was meiner Nase und meinen Augen überhaupt nicht entgehen kann:

Was für eine Pracht! 🙂 Links davon scheint jemand sich nichts dabei gedacht zu haben, eine Entsorgungsmöglichkeit für Gartenabfälle entdeckt zu haben…

Ohne Worte…

Bevor ich ins Moor eintrete versuche ich mich etwas außen herum zu orientieren. Es gibt eine eingefahrene Traktorspur, die ich dazu nutze und komme alsbald zu zwei Hochsitzen.

Hier konnte ich gleich einmal die Beschaffenheit bei Gegenlicht für dieses Objektiv nutzen, und siehe da, es tat genau das, was ich erwartet habe. 🙂

Von hier aus drang ich dann durchs Unterholz ins Moor ein. Alles war natürlich noch vom Morgentau ziemlich nass, aber es herrschte eine drückende Schwüle. Und was erlebt man ganz besonders in dieser Umgebung? MÜCKEN, SCHNAKEN, all so’n Zeug wuselten wie verrückt um mich herum. Was hat der erfahrene Waldläufer also vergessen?

MÜCKENSCHLEIER!…. Das nächste mal also nicht ohne!!!! Und so flüchtete ich für’s Erste von diesen Blutsaugern. Natürlich nicht ohne zu versprechen: „Ich komme wieder!“ 🙂

Am Ende sind es dann auch 11.309 Schritte geworden. Ein gutes Ergebnis, finde ich… mal so eben 8km abgerissen… und es sollen noch mehr werden, meine Kondition ist so etwas von im Keller…

Stay tuned…

Affinity Publisher II

Hat mir nicht mehr gefallen, mein erster Entwurf. 😦 Also weiter herum experimentiert. 🙂 Heraus kam diesmal eine andere Idee. Das gleiche Layout, aber diesmal mit einer anderen Schrift, welche mir ein viel schöneres Schriftbild im Blocksatz ermöglichte. Die Erklärung zum Bild steht im Text… Wer mich kennt, der weiß um meinen Perfektionswillen. Der steht mir manchmal mehr im Weg, als das es mich weiter bringt. Doch die vorliegende Version empfinde ich als sehr viel stimmiger, auch wenn ich die Bilder dazu stark in die Höhe gezogen habe…

Jetzt kann man sehr gut erkennen, dass es ein Buch werden soll. Ich habe die Abstände optimiert und mich auf eine Schrift in zwei verschiedenen Größen geeinigt. Man könnte jetzt noch den Titel fett drucken, aber ich bin der Meinung, das passt schon so.

Viele sind auch der Meinung, dass sich eine „Serifenfreie“ Schrift leichter lesen lässt. Serifen – was sind das eigentlich? Ich musste das auch erst einmal gurgeln… 🙂

Serifen sind diese kleinen Häkchen, die sich an den Buchstaben befinden. Deutlich zu sehen beim „Z“ und beim „i“ zum Beispiel. Nun, ich habe eine Schrift gewählt, die meiner Meinung nach zu meinem Typ zu fotografieren passt. Oftmals verspielt… leider auch öfter mal „verspielt“ (Achtung Wortspiel… )

Ich erstelle zu gern Fotobücher, habe auch schon einige in meiner Sammlung. Doch die Software der Hersteller gerät oftmals an ihre Grenzen. Und das ist meiner Meinung nach die Möglichkeit der Platzierung der Bilder auf den Seiten. DAS macht mir die Arbeit mit dem Affinity Publisher (DAS IST JETZT KEINE WERBUNG FÜR DIESES PRODUKT, ich habe auch keinen Auftrag dafür erhalten und erst recht keine Kohle) viel einfacher. Sorry, ich glaube man sollte das doch mal erwähnen, sonst kommen die von der DSGVO noch auf andere Gedanken…

Diese zwei Seiten zeigen mir zumindest auf, was mit diesem Programm zu machen ist – gut zu machen ist. Und ich freue mich schon auf mein erstes vollständig im Publisher enstandenes Fotobuch.

Affinity Publisher

Ich konnte es einfach nicht lassen. 🙂 Das Programm musste einfach her. Und jetzt arbeite ich Nächte lang durch, bis mir die Augen zufallen, um das alles zu verstehen, was da von einem verlangt wird. Und heute habe ich mal ein Werk geschaffen, was noch nicht perfekt ist, aber ich komme heran. Das mit dem Blocksatz bereitet noch einige Probleme, but – how cares? 🙂

Macht mich schon ein wenig stolz, das schon einmal so hinbekommen zu haben… kann ja nur noch besser werden… 🙂

Gestern…

… hatten wir hier oben einen Sonnenschein – Menno! Anfangs war es noch recht kühl, aber am Nachmittag ging es dann auch wieder ohne die etwas dickere Jacke. Heute will ich Euch auf eine kleine Zeitreise mitnehmen, die über 2 Folgen geht. Da ist zunächst einmal das kleine Forsthaus in unserem Wald. Stets verschlossen und auch keine Möglichkeit dort hinein zu kommen. Diese Situation kennen wohl einige Urbexer… 🙂

Vor zwei Jahren noch war dieses Gebäude komplett eingewachsen von Brombeeren und auch der Zufahrtsweg war ein sehr schmaler. Heute alles platt gewalzt von den Mega Landmaschinen der Bauern. Doch ich ging ein wenig umher, fotografierte dieses und jenes Desaster…

Ist ja nun schon hinlänglich bekannt…

Dann begab ich mich auf die Rückseite des Hauses und bekomme zunächst einen Schreck: Die Tür war aufgebrochen und das Haus total leer. Hielt mich nicht davon ab NICHT hinein zu gehen. Aber irgendwie nicht spannend genug… Hm…

Brachte auch kein Licht ins Dunkel – irgendwie…

Am Tag der offenen Tür sag ich nicht nein… und geh hinein…!

Wie man sieht, aufgebrochen… Vielleicht hatte der Besitzer ja den Schlüssel verloren. Und man weiß ja wie teuer Schlüsseldienste sind – besonders am Sonntag… 🙂

Wenn das jetzt eine Aufforderung sein sollte zum Aufräumen – dann ohne mich… 🙂

Dies war ein kleiner Extra Schuppen, sah gut aus, auch von innen…

Lustich, von der anderen Seite war der gesichert wie das Goldlager von Onkel Dagobert…

:-))))))))))))))))

Das ist der vordere Eingang, wenn ich es mir überlege… Vor Vor 12, 13 Jahren habe ich hier noch diese Fotos geschossen:

So ändern sich die Zeiten…

Soweit zum 1.Teil. C.U. and hold the line… 🙂

Alle Bilder, bis auf die beiden letzten sind mit dem Helios entstanden. Bei den Bildern im Haus ist mein Defizit mit der Sehschärfe deutlich zu sehen. 🙂 Es wird nicht leichter… 🙂

Saxtorf

Ich musste meinen fotografischen Kreis einfach mal vergrößern, und wenn es auch nur um zwei Kilometer ging. Diesmal wanderte ich schon ziemlich früh zu unserem zweiten Waldstück, ganz in der Nähe. Wir sind ja hier oben gesegnet mit Gutshäusern ohne Ende. Die meisten allerdings verarmter Landadel. So auch Saxtorf. Doch dazu etwas später. Für weiter führende Informationen sei dieser Link von 2011.

https://www.n-tv.de/reise/Besuch-im-19-Jahrhundert-article4218206.html

Zunächst jedoch lande ich erst einmal im Wald(stück). Schon am Waldrand erwarten mich geisterhafte Bäume.

Es ist fast schon erschreckend, der Baumbestand alter und kranker Bäume ist unübersehbar. Kurz darauf erkenne ich eine schimmernde Fläche und nehme an, dass es ein Gewässer ist. Und so ist es auch:

Der Zugang ist allerdings mit mannshohen, jetzt noch vertrockneten Brombeerwildwuchs verdeckt. Das Zeug wächst überall. Das ich doch noch einen Zugang gefunden habe, ist wohl reiner Zufall. Ach so, nebenbei bemerkt 🙂 Das Objektiv ist natürlich das Helios 44. 100 Meter weiter dann die nächste Wasserfläche. Sie scheint mit der anderen verbunden zu sein, Stetig rieselt Wasser über einen kleinen Rinnsal auf dem Weg zur anderen Seite. Auch hier versuche ich mein Glück, und tatsächlich, hier komme ich etwas leichter an das „Ufer“.

Am Wegesrand blühen zahlreiche Schneeglöckchen, zumindest etwas Erfreuliches…

Früher, eigentlich noch gar nicht so lange her, wurde in diesem Wald ein „Freiluft Gottesdienst“ abgehalten. Wie oft, keine Ahnung. Es stand jedenfalls ein riesiges Kreuz aus Stein auf diesem „Platz“. Heute ist es kein Platz mehr, alles mit Brombeerbüschen überwuchert. Und an einen Gottesdienst erinnert nur noch ein altes verwittertes Holzkreuz.

Weiter geht es Richtung Saxtorf. Und da konnte ich mal wieder ein schönes Wolkenbild erwischen.

Genau so wie ich es liebe… 🙂 Ich erreiche vor Saxtorf noch die großen Hallen für die Betriebsmittel, die auch mehr rostig als neu aussehen. Davor entdecke ich mehrere rostige landwirtschaftliche Geräte. Wenn ich einmal etwas zum Thema Rost knipsen sollte, dann wohl dort. 🙂

Ich erreiche Saxtorf. Wenn man jetzt diese Bilder mit meinem Link von 2011 vergleicht kann man es kaum glauben. Das Haupthaus mit den mächtigen Seitenteilen und dem Turm steht nach wie vor stolz auf dem Boden. Doch die Nebenhäuser sind völlig zerstört. Wahrscheinlich von den letzten Stürmen. Ich war auch lang schon nicht mehr dort. Das Haupthaus konnte ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ablichten, es wurde von einem dieser Monstertrecker mit Giftspritzanlage verdeckt :-(. Egal, ich liefere es irgendwann nach. Was sofort auffiel: Zum ehemaligen Zugang hatte sich nichts verändert, der sah schon vor 30 Jahren so aus:

Viel sehen konnte man ohnehin nicht…

Fast schon ein Geisterhaus… ich glaube, ich werde es mal beim nächsten Nebel knipsen… 🙂

Also, für mich sieht Glanz anders aus…

Auch vom Schlossgraben, der einmal fast rundherum führte ist nicht mehr viel übrig…

Das ich mich einmal mit so etwas beschäftigen würde, hätte ich mir selbst nie träumen lassen. Dennoch sehe ich es als Bereicherung. Ich lerne weiterhin die Fähigkeiten meines Objektivs kennen, und vor allen Dingen meine nähere Umgebung sehe ich in einem völlig neuem Licht. Im wahrsten Sinne des Wortes. 🙂 Ich war auch am Überlegen, einige Bilder in SW zu präsentieren, des Dokucharakters wegen, doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass SW einfach nicht passte – MIR nicht passte. So kann’s gehen. Stay tuned…

Weil heute Mittwoch ist…

… habe ich noch einen. 🙂

Affinity hat mich nun völlig angefixt, und so bin ich mal wieder raus, ein wenig knipsen. Ich bewege mich ja in einem ziemlich kleinen Kreis, Corona bedingt. Ich habe einfach nicht die geringste Lust mich mit diesem Vieh beschäftigen zu müssen. Und so gehe ich alles und allem nach Möglichkeit weiträumig aus dem Weg. Bis es denn endlich vorbei ist mit dieser Rumeierei… Da kriegt man ja schon vom Hinschauen Beklemmungen. Also:

Kamera geschnappt, natürlich mit dem Helios 44 und den Weg abgelaufen, den ich vor kurzem schon gegangen bin. Nur sah das heute völlig anders aus. Der Start ist immer durch den Wald, den ihr schon kennt. Und so sah das dann aus:

Dies ist nun mal ein anderer Weg. Aber es geht ja um das Bild. Blende 8 und ganz nah ran. Dann kommt da das heraus. Bei Blende 2 sah das völlig anders aus.

Interessant ist, was das Helios daraus macht… 🙂

Wenn man mal nicht den eingetretenen Weg nutzt, kommt man zu völlig neuen Eindrücken. Ich kenne diesen Mischwald – nun ja, es sind mehr Buchen als andere Bäume vorhanden, nun schon seit 40 Jahren. Er wird immer lichter.

Interessant ist an dieser Stelle zu erwähnen, was Affinity in der RAW Bearbeitung macht. Oder besser, davor. Wenn das RAW geladen wird, hat es eigentlich schon diese Anmutung. Ich war überrascht, wie unglaublich genau die Farben schon am Original waren. Aufgenommen werden meine Bilder zu 99% im automatischen Weißabgleich, aus bestimmten Gründen: Einer davon ist der, ich kann es mir so bauen, wie ich es haben will… Doch in diesem Fall eher originalgetreu und auch dem Licht entsprechend. Wie schwierig das ist, besonders wenn die Bäume ihre Laubkronen tragen, weiß jeder, der schon mal im Wald fotografiert hat. Bei Portraits schlägt die Hautfarbe oft ins Grünliche…

Ein gefallener, alter Riese. Ich sah ihn heute zum ersten mal. Ist für mich immer ein schlimmer Anblick. Gefühle von Tod und Kälte greifen dann nach einem. Ich hatte meine liebe Not mit der Ablichtung dieses Baumes. Er lag im vollen Gegenlicht und so war der Wurzelballen links im Bild ständig im dunklen Schatten. Ich belichtete auf die Lichter und überließ es Affinity, da noch etwas zu retten. Und wie man sehen kann, es ging. Affinity nimmt dort einen anderen Weg als PS. Und den musste ich erst einmal finden.

Wenn man bedenkt das Ganze ist „nur“ Feuerholz, dann wird mir schlecht… Etliche Festmeter liegen da rum…

Dies wieder meine Lieblingsallee. Noch kann man es nicht erkennen, aber irgendwann wird dies wieder ein zusammenhängendes grünes Dach sein. Vor ein paar Tagen sah es noch so aus:

Es kommen noch ein paar Vergleichsbilder hinzu. Für mich ist das immer eine tolle Darstellung, warum man auch bei schlechtem Wetter los ziehen sollte. Überhaupt entstehen bei eher flachem Licht harmonischere Bilder und leichter belichten lässt es sich auch, als bei vollem Sonnenlicht.

Mein „Solitär“. Schon eindrücklich, wie sich die Abbildung ändert, wenn Farben hinzu kommen nicht wahr? Bei Schnee und Nebel sah das nämlich so aus:

Ich find’s cool, wie man so etwas beeinflussen kann, auch ohne technische Hilfsmittel wie PS…

Heute so, gestern so:

Ich wiederhole mich: So lernt man fotografieren… 🙂

Das ist ein bewusst produziertes Ausschussbild. Völlig unterbelichtet, wollte ich wissen, was Affinity da noch raus holt. Jo, und das ist das Ergebnis. Hart an der Grenze zum Mülleimer. Oder vielleicht sogar schon drin. Mag jeder selbst entscheiden. Für mich ist das Tonne!…

Und wie man da so rum philosophiert, ob was geht, und wenn ja, wie…bemerkt man das Schauspiel nicht, welches einem gerade in dem Moment geboten wird. Doch ich habe sie noch erwischt, die Wolke, die sich da so dekorativ ins Bild gelegt hat. Ob der untere Teil des Bildes jetzt dazu passt, ist mir völlig Latz. Im Großen und Ganzen ist es ein Bild meiner Heimat und hat somit sehr wohl eine Daseinsberechtigung.

Und zum Schluss darf natürlich auch das Bild meiner Kamera nicht fehlen. Wie immer grob eingestellt, senkrecht kurz über den Boden gehalten und ausgelöst. Das ist das Ergebnis – ungeschönt. Irgendwie kann sie das ganz gut – aber besser mit AF… 🙂

Zum Schluss sei noch gesagt, ich habe mit der RAW Entwicklung der Bilder meine reine Freude gehabt. Mit der sehr schlüssigen Abfolge in AFFINITY und dem jetzt hyperschnellen PC wollte ich kaum aufhören. 🙂

Und noch etwas ist mir klar geworden: Die freiwillige Reduktion auf nur eine Brennweite, und das schon seit langer Zeit, macht mir nicht nur Spaß, sondern beweist mir jedes Mal auf’s Neue: Das reicht! Das reicht um „schöne“ Bilder zu machen. Und was das Tollste ist: Ich freue mich schon auf die nächsten. Tihihihi… 🙂

Wer braucht schon SIGMA ART… Ich nicht!

Ein Bild vom 13.03.21

Warum, wozu?

Weil es mich richtig froh macht, obwohl da eigentlich ganz was anderes drauf ist. 🙂

Warum also diese glückseelige Anwandlung? Nun, ich wollte etwas ausprobieren, als ich dieses Szenario an der Scheibe meines Büros sah. Wie kann man das mal am besten zu einem Bild machen? Vielleicht bin ich zu blöd zum Knipsen, aber mit meinen „modernen“ Linsen hab ich das nicht hin bekommen. Also musste mal wieder das Helios dran glauben. Blende 8. Auf die Regentropfen der Scheibe fokussiert und knips. Bild im Kasten. Aaaaaaber, so gut sah das Ergebnis dann doch nicht aus. Ein wenig bedrückt habe ich das erst einmal liegen lassen und heute in Affinity entwickelt. Nun – langsam schieße ich mich auf das Programm ein und der Ruf nach PS verhallt so langsam. Phantastisch, was man da noch aus den Einsen und Nullen heraus holt.

Und so sah das Original aus… Eine Lanze gebrochen für die RAW Entwicklung, denke ich mal.

Zenith Helios 44-2 2.0/58mm IX

Und nun der letzte Teil dieses Spaziergangs (Neudeutsch Fotowalk) 🙂

Ich mag diese Kulissenschieberei die durch den Nebel entsteht… Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund…
… zur Auflockerung einmal etwas Graphisches…
surreal…

So, das war er, mein Nebelwalk. Ich hoffe, es hat ein wenig Spaß gemacht mir zu folgen. Bis zum nächsten Mal…