Was ist in der Fotografie verboten? — Herr Rausch Fotografie

Mein lieber Freund der Fotografie, ich habe da einen Gedanken… In der Fotografie ist alles erlaubt! Fotos von Richard Kern Fotos von Richard Kern Fotos von Richard Kern Fotos von Richard Kern Es existieren keine Regeln, Gebote, Vorschriften. Du kannst deine Fotos genauso machen und bearbeiten, wie du es für richtig hältst. Warum machen wir […]

Was ist in der Fotografie verboten? — Herr Rausch Fotografie

Zustand der allgemeinen Verfassung, Update IV

18.01.2022

Boostertermin 🙂

Ist eine lange Zeit her, seit dem letzten Update. Wie geht es mir zu Zeit? Eine Frage, die mir häufig gestellt wird. Oder ist das nichts als eine Floskel: „Moin! Wie geht es dir?“ Was antwortete man darauf? Sagt man: „Och, ganz gut..:“ auch wenn es einem nicht so gut geht, weil man…

Mist! Ich soll doch nicht „man“ sagen!!!! Von meiner Person ist die Rede! Also, … auch wenn es mir nicht so gut geht, nur um gute Miene zum bösen Spiel zu machen?

Oder soll ich direkt antworten: „Wie gehabt, nicht so gut…“ nur um ein betretenes Schweigen bei meinem Gegenüber zu hinterlassen…

Also, wie geht es mir?

Es ist viel passiert seit dem letzten Mal, oder auch nix… wo fange ich an?

Termin beim Arbeitsamt. Schlechtes Gefühl in der Magengegend. Das war Ende Juni letzten Jahres. Doch ich wurde nicht verhackstückt, eher das Gegenteil – zu meiner großen Überraschung. Ich bekam eine Maßnahme bei der DAA in Eckernförde verschrieben die da hieß: Werkakademie…

Originaltext aus dem Fleyer:

Die Idee zur Werkakademie stammt ursprünglich von Dick Vink aus den Niederlanden. Über allem steht das Motto: „It’s your job to find a job!“ (Es ist ihre Aufgabe eine Arbeit zu finden!)

Es wird davon ausgegangen, dass ich der Experte für mein Leben bin. Die Werkakademie stellt mich als Mensch und Individuum in den Mittelpunkt. Die Methoden sind lösungs- und handlungsorientiert.

Das Klima in der Werkakademie ist wertschätzend und respektvoll ausgerichtet. Es gibt Raum und Zeit für Einzelgespräche mit den Coaches sowie dem wertvollen Austausch innerhalb der Gruppe.

Themen wie z.B. die persönliche Lebenssituation oder berufliche Orientierung werden in Einzel- und Gruppenarbeit behandelt.

Und bei allem darf ein guter Kaffee nicht fehlen!

Meine Vorteile:

Die konkreten Inhalte orientieren sich an den aktuellen Bedürfnissen der Teilnehmer*innen und der Gruppe.

Ich werde fest in die Gruppe integriert und kann bei der Gestaltung des Kurses mitwirken.

Ich werde begleitet bei den Veränderungsprozessen.

Ein roter Faden verschiedener Aufgabenstellungen und Fragen bietet die Möglichkeit der Selbstreflexion und dem (Wieder-) erkennen eigener Resourcen…

Soviel dazu.

Eines vorweg: Eine gute Tasse Kaffee habe ich dort nie gesehen! 🙂

Das drei Stunden, drei mal die Woche in 28 Tagen… Zieht sich ganz schön hin.

Aus vertraglichen Gründen darf ich, wie und was genau durchgeführt wurde, keine Angaben machen. Daher jetzt schon das Ende der Maßnahme: … hat nicht zum Erfolg geführt!

Was war geschehen? Es gab bisher keine (!) Maßnahme, Lehrgang, Schulung, whatever, die ich nicht „bestanden“ hätte. Hier habe ich zum ersten mal versagt. Aber war das jetzt wichtig? Irgendwie riss mich die Maßnahme immer tiefer in den Sumpf, aus dem ich allein nicht mehr heraus kam. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass man mir wirklich helfen wollte. Doch wie sollten sie auch; jedes Mal wenn das Thema auf die Arbeitssuche oder Bewerbung schreiben kam, blockierte ich alles. Das Ende vom Lied: „Ja, dann bist du eben noch nicht bereit dazu. Suche dir einen Therapeuten, lasse dich lang genug krank schreiben und versuche es so in den Griff zu bekommen!“

Ich ließ mich also krank schreiben und begab mich auf die Suche… 🙂 ein Unterfangen welches völlig unmöglich erschien. Wartezeiten bis – über ein Jahr waren keine Seltenheit. Von meinem Hausarzt bekam ich die Nummer 116 117, darüber werden Termine vergeben, wenn man absolut nichts erreicht. Und so erhielt ich einen Termin für ein Vorgespräch ob eine weitere Behandlung überhaupt Sinn ergibt. Schon nach 45 Minuten erklärte mir die Therapeutin:

„Junger Mann, sie sind hier völlig falsch! Ich gebe ihnen eine Adresse, woran sie sich wenden können um weitere Maßnahmen zu veranlassen.

Es handelte sich dabei um eine „Lebensberatung zur Erstellung neuer Perspektiven“. Diese wurde von der Diakonie in Eckernförde angeboten.

Ich entschied mich das Ganze noch mal zu überdenken und meldete mich am folgenden Tag wieder arbeitssuchend… mit dem schlechtesten Gefühl meines Lebens.

Eine Begebenheit hat mich wohl sehr beschäftigt bei der DAA: „Was bedeutet ein guter Freund für Dich?“ So hieß die Frage eines Morgens für die Gruppe… Nun, wir alle sollten wissen was der für uns bedeutet. Das wurde dann auch geklärt. Aber was dann folgte, bimmelte wie eine Alarmglocke in meinem Hirn nach dem Ausscheiden, jetzt in diesem Moment:

„Bist du dir selbst ein guter Freund?“

Nachdem also sämtliche Merkmale zur Aufgabenstellung gefunden worden waren, wurde alles auf mich selbst projiziert und noch sah ich keinerlei Handlungsbedarf die Sache weiter zu hinterfragen. Doch Anfang/Mitte Dezember letzten Jahres kam es zu einigen Spitzlichtern, die mich wieder an diese Frage erinnerten: Da war zunächst die Tatsache, dass ich das Gefühl hatte, nichts mehr richtig deutlich zu hören. Die beste Frau von Allen riet mir zu einem Besuch beim Ohrenarzt. 🙂 Termin?

:-))) Klar, brauche ich nicht weiter ausführen. Doch auch die Zeit verstrich und dann saß ich da, und dann ging alles sehr schnell. Wirklich schnell… was der da an Dreck aus den Ohren geholt hat, hat selbst mich erschrocken, und schon im gleichen Moment, hörte ich wieder sehr gut… glaubte ich.

Der anschließende Hörtest ergab dann: „Junger Mann, sie hören nicht so gut, wie sie es eigentlich sollten. Ich gebe ihnen mal eine Überweisung zu einem Hörgeräteakustiker.“

WATT IS????

Jo, nach dem Besuch dort erlebte ich eine Offenbarung. Ich bekam also zwei Hörgeräte der mittleren Preisklasse angepasst und meine Welt war wieder in Ordnung! So toll habe ich zum Beispiel meine Schallplatten seit Jahren schon nicht mehr gehört. Gott, war ich selig…

Bis… ja bis zu dem Tag, wo ich wieder bei sonnigem Gegenlicht einfach nichts mehr sah, die Augen anfingen zu tränen und ich fast verzweifelte an der Frage: Was zur Hölle ist denn das schon wieder?Ich bemerkte dieses Phänomen schon seit einigen Jahren. Besonders beim Rasen mähen im Gegenlicht. Es brachte mich schier auf die Palme!

Also Termin beim Augenarzt: :-))))) brauche ich auch nicht zu erläutern, nicht wahr?

Doch es kam anders: Ich bekam relativ schnell einen Termin. Und als ich dort eintrudelte ging auch alles sehr schnell… was mit moderner Technik alles möglich war…

Dann wurden mir die Augen einzeln vorgenommen. Was für eine Prozedur. Und dann bestätigte sich das, was man mir bei Fiehlmann bei der Anpassung einer neuen Brille schon gesagt hatte:

„Ihre Sehkraft auf dem rechten Auge lässt nach…“

Tja, Anfang eines Grauen Stars… ergab die Untersuchung.

Was mir da auf einmal alles durch den Kopf ging, kann sich keiner vorstellen:

Wie wirkt sich das jetzt auf meine Fotografie aus?

Muss ich gar operiert werden?

Werde ich blind? Auf einem Auge?

Wie geht das weiter?

Erst einmal Ruhe bewahren. Der Graue Star ist heilbar, wenn auch nur mit einer Operation. Die bei örtlicher Betäubung ausgeführt wird und rasch erledigt ist. Doch zunächst bekam ich einen weiteren Termin im April zur Anpassung einer neuen Brille… Ist wohl noch nicht schlimm genug für eine OP. OK…

In der Zwischenzeit meldete ich mich bei der Diakonie in Eckernförde zwecks eines Termins zur Lebenshilfe.
„Sorry, tut uns leid, aber diesen Punkt bieten wir nicht mehr an in Eckernförde.“

„So? Wo dann?“

„Das kann ich Ihnen nicht sagen…“
„Wer kann mir das sagen…“

„Wenden Sie sich mal an den Kreis…“

… … …

Etwas völlig Anderes ist dann aus einer bekannten Richtung eingetreten: Ich habe auf der Lumagica in Kiel ein Pärchen kennen gelernt, welches sich gern von mir fotografieren lassen wollte. Nun, diese Annäherung scheint sich zu konkretisieren. Wir treffen uns nächsten Monat zu einem Gespräch um unsere Wünsche bildhaft werden zu lassen. Wenn man das so ausdrücken kann. Oder zum besseren Kennen lernen… 🙂 Ich bin gespannt, was sich daraus entwickelt.

Donnerstag geht’s wieder zum Arbeitsamt zur Erläuterung der Situation…

Wieder mit einem sehr, sehr flauem Gefühl im Magen…

Kennt Ihr das auch?

Irgendwo findet sich immer irgendwo ein Karton an, den man irgendwann mal irgendwo abgestellt hat. Neugierig schaut man auf den Inhalt und ist überrascht: Seit wann hab ich das denn versteckt?

Darin befinden sich dann unzählige alte Fototaschen aus analoger Zeit, oftmals noch mit Fotos und wenn es ganz gut läuft auch mit den dazu gehörigen Negativen. So ein Schatz ist mir vor einiger Zeit wieder in die Hände gefallen. Hunderte von Dias eingeschlossen… Dabei habe ich doch sämtliche Negative in die dazu gehörigen Pergaminblätter eingelagert. Und dennoch lagen so viele Negativfilme in Schwarzweiß, genauso wie in Farbe herum. Das schrie ja schon nach einer Scanner Aktivierung!

Doch so einfach war das diesmal nicht… Vor einiger Zeit habe ich mir das Programm VUESCAN auf meinen alten Epson Scanner geladen, in Verbindung mit meinem letzten Computer. Mittlerweile habe ich aber einen anderen und irgendwie sind mir die Kennwörter abhanden gekommen. Da heißt es dann mal in den sauren Apfel beißen und noch einmal neu bestellen. Egal!

Und seitdem sitze ich an meinem Computer und scanne wie verrückt. 🙂 Und was mich da nicht alles anlacht. Die ersten Gehversuche in der Aktfotografie… auch die nächsten… Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, alles war einfacher wenn man nichts weiß…

Nathalie, das erste Mädchen, welches sich mir zur Verfügung stellte. Fotografiert im Clubraum meines damaligen Fotoclubs. Meine allerersten Erfahrungen mit einer Blitzanlagen und dem Blitzbelichtungsmesser… in Begleitung meiner Frau auf meinen eigenen Wunsch… Es war ganz und gar nicht einfach, dieses Fotografieren, das erste mal allein auf sich gestellt, fast schon überfordert mit der ganzen Technik. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde die ganze Sache entspannter. Nathalie genauso wie ich. Ich habe mich auf drei Filme beschränkt. War auch gut so, das ganze Shooting hat mehr als drei Stunden gedauert. Aber ich habe einiges in der Zeit gelernt… besonders von Nathalie. Sie war leider nur eine kurze Episode. Ich hätte mir gern mehr von ihr gewünscht, doch ein Umzug ihrerseits machte diesen Wunsch zunichte.

Dafür trat wenig später ein anderes Mädchen in mein fotografisches Leben. Stephanie! Es begab sich zu einer Zeit in der unser Dorf einen auf Kultur gemacht hat. Eine Bilderausstellung sollte es sein. In der Bürgerbegegnungsstätte. Bilder, gemalt, gezeichnet, fotografiert, egal. Jo, und da stellte ich dann zum ersten mal einige Bilder aus meinem kurzen Schaffen aus. Es gab auch einen Wettbewerb. Die Besucher sollten die Bilder bewerten und logischerweise gewann dann das beste Bild einen Preis. So weit so gut.

Am nächsten Tag machte ich dann die Bekanntschaft mit Stephanie, 19 Jahre jung. Sie war von einem Aktbild angetan und fragte auch gleich heraus, ob es möglich wäre solch ein Bild auch von ihr anzufertigen. Was sollte ich sagen?

Ach ja… das Siegerbild… war kein Akt von mir 😦 dafür das Bild eines zerplatzenden Ballons, ganz in Gelb mit einem blauem Dartpfeil! Komplementär… alles solche starren Regeln des Fotoclubs.

Zu dem Zeitpunkt begann ich gerade mein eigenes Homestudio einzurichten, um ein wenig unabhängiger vom Fotoclub und der Schule, wo sich der Clubraum befand, zu werden. Alles war noch nicht so perfekt und rund.

Stephanie und ich suchten uns einen Termin und sie erschien im Dabeisein ihrer Schwester. Das war unglaublich praktisch. Sie war Friseurin und schminkte Stephanie dann nach allen Regeln der Kunst… So wie ich es damals glaubte. Während ich die Blitzanlage zurecht rückte und das Licht einmaß unterhielten wir uns recht lebhaft. So kam es, dass wir erst ziemlich spät zum ersten Schuss kamen… aber es war sehr angenehm…

Auch diesmal wurden nicht viele Bilder geschossen, aber was dann folgte sollte eine der schönsten Zeiten in meinem fotografischen Leben werden. Wir verabredeten unseren nächsten Termin schon am Strand in Karlsminde. Und es sollten noch viele weitere Shootings folgen. Mit den Jahren (!!) entwickelte sich daraus eine richtige Freundschaft.

Bald wechselte ich den Fotoclub und kam mit einigen Profis in Berührung, die mich später dann auch in andere Kenntnisse einweihten. Stephanie kam mit und war auch eine Zeitlang das Modell des Clubs. In diesem Zusammenhang entstanden Hunderte von Fotos, wir gingen gemeinsam durch viele Täler aber auch in wunderschöne Höhen. Wir experimentierten in jeder freien Minute… Und dann war der Zeitpunkt gekommen…das Foto ihrer Wünsche zu machen…

Doch wer glaubt, damit wäre die Geschichte zu Ende, nein, jetzt ging sie erst richtig los… 🙂

Aber wie mein damaliger Mentor Holger Münchow schon richtig sagte: Alles hat seine Zeit und so kam auch der Abschied von Stephanie irgendwann. Studium und spätere Berufswahl machten ein weiteres Ausüben unseres Hobbys unmöglich… Schade… aber es war eine wundervolle Zeit mit ihr…

Waiting at the door

Das Schönste, was ich seit langer langer Zeit gelesen habe…

I was just a pup when we first met,

I loved you from the start,

you picked me up and took me home,

and placed me in your heart.

Good times we had together, we shared all life could throw,

but years passed all too quickly

my time has come to go.

I knew much you miss me,

I know your heart is sore,

I see the tears that fall when I’m not

waiting at the door.

You always did your best for me

your Love was plain to see,

for even thought it broke your heart

You set my spirit free.

So please be brave without me,

one day we’ll meet one more,

for when you’re called to Heaven

I’ll be waiting at the door.

LUMAGICA Kiel/Molfsee

Ein Lichterspektakel der etwas anderen Art.

Verd….entrang es mir und in der nächsten Sekunde krachte ich zu Boden. Gestolpert über einen Spanndraht einer der Sehenswürdigkeiten der LUMAGICA des Museums Molfsee. Das Krachen kam nicht von meinen geborstenen Knochen, wie man annehmen könnte, dieses kam von meiner Kamera, die nun schon zum dritten Mal in Folge auf einen harten Boden aufschlug. Mich wunderte nur, dass die Gegenlichtblende meines neu gebraucht erworbenen Tamron 2.8/24-70mm nicht in tausend Teile zersprungen war, denn die hatte die Hauptlast meines Falls zu dämpfen.

Dieses Halteseil schnitt mir in Höhe der Knöchel dermaßen in die Haut, dass ich laut aufschrie. Einige Sekunden später war ich auch schon wieder auf den Beinen, nur mit über 60 fällt man anders als mit 20… Der erste Griff ging zur Kamera… doch die sagte zunächst einmal – nichts!…

Dann fiel mir meine Brille ein – wo war die denn hin? Ein besorgt hinzu gelaufener Besucher erkundigte sich, ob es mir denn gut ginge… und beteiligte sich an der Suche nach meinem verloren gegangenem Spekuliereisens. Sie wurde auch schnell gefunden… zweiteilig! Gestell mit einem Glas rechts, links war aus der Halterung gefallen. Fand sich aber auch noch an. Meine Verletzung unten an den Knöcheln brannte bei jedem Schritt wie Feuer…

Das war kurz vor Verlassen dieser Institution.

Dazwischen war eigentlich nur großes Staunen über die Arbeit, die da von den Lichtingenieuren aufgestellt worden war. Das fing mit dem Nachtwächter gleich am Anfang an. Der begrüßte uns mit seiner Lampe… ein paar Schritte weiter ein großer Torbogen durch den man gehen konnte. Ich hätte mir gedacht, dass alles hell genug sein würde um frei aus der Hand zu fotografieren. Doch das war ein Irrtum. Nach einigen vergeblichen Versuchen ließ ich die ISO Einstellung auf 2000 stehen, mal mit ein wenig Über-, mal ein wenig mit Unterbelichtung. Doch sehr bald kam ich zum Schluss, hier muss ich noch einmal her – mit Stativ!

Es gab – weil natürlich auch viele kleinere Kinder mit ihren Eltern anwesend waren, Motive die natürlich sehr niedlich waren: Hasen, Füchse, Vögel… viele wollten sich mit den Lichtgestalten fotografieren lassen, viele wollten, dass ihre Kinder sich mal „daneben“ stellten… was meine Geduldsprobe oftmals vor eine harte Probe stellte.

Ich knipste alles, was von Anfang an. Vor einem Fuchs musste ich mir anhören: Man muss ja nun nicht alles fotografieren… Man nicht – ich schon!

Weiter ging es mit einem von oben mit Tausenden von LichterLED’s beleuchteten Weg. Bis wir zu einer der ersten Attraktionen kamen, die heiß umlagert waren: Das ROSA Einhorn. Das war gar nicht rosa, wurde nur so angeleuchtet. Aber definitiv toll gemacht. Und weil das nun so unglaublich toll war, war eine Alleinstellung dieser Skulptur überhaupt nicht möglich. Zumindest nicht in den ersten zwanzig Minuten. War wohl doch eine gute Wahl, erst ab 19.00 Uhr diese Veranstaltung zu besuchen.

Während da also verliebte Pärchen ihre schönste Stelle aussuchten, wo man mehr oder weniger zusammen agieren konnte, und wieder kleine Kinder mit ihren Eltern das Gleiche probierten, entschied ich mich einmal um das Ding herum zu gehen und Details aufzunehmen. Doch es leerte sich dann doch ziemlich schnell und ich hatte das Vieh für mich allein. 🙂

Ein paar Meter weiter stand dann ein Schmetterling in einem Blumengarten. Aber die absolute Show bot ein Pfau in einem Meer aus Lichtkugeln. Alle 10 Minuten wurde ein klassisches Stück gespielt und der Pfau, sowie die Kugeln veränderten die Farbe nach der Musik. Während einer Pause spielten einige Kinder an einem Steuerrad für Schiffe an dieser manuellen Einstellung das Gleiche zu tun, nur ohne Musik. Und während die da so rum spielten bat ich sie, doch das Steuerrad ein wenig schneller zu drehen – so drückte ich nur auf den Auslöser und die Kamera schoss mit dem Dauerfeuer eine ganze Salve an Belichtungen mit jeweils anderen Farben ab… 🙂

Natürlich war auch für das Leibliche Wohl gesorgt. Doch irgendetwas schien ich im Laufe der Corona Pandemie vergessen zu haben: Die Preissteigerung! Die Überlegung 4 Euronen, in Worten VIER… für eine Bratwurst haben mich echt schlucken lassen. Wenn man das jetzt noch in DM umrechnen würde… Nun egal, auch wenn ich es im Moment nicht so prall habe, man geht doch nicht auf einen Weihnachtsmarkt ohne Punsch, oder? Da erschien mir der Preis von 3,50 mit Schuss noch halbwegs human.

Zwei Gänse kreuzten unseren Weg. Auch hier wurde mir bewusst, das geht mit Langzeitbelichtung viel besser.

Rechts ab ging es zum Baum für Verliebte. Tja, wie sollte es anders sein: Hochbetrieb! Der Baum war aber auch ne Wucht! Mit roten Herzen drin… Sabine, meine beste Frau von allen, erklärte mir, dass die Herzen leuchten wenn man verliebt ist. Dazu musste man zwei Buzzer berühren, vielleicht auch halten… bis das passierte. Nun stand ich gerade frei an einem dieser Dinger und hielt meine Hand drauf, ein Mädchen tat es rechts von mir nach und fragte neugierig: „Na, meinst Du das passt mit uns?“ „Werden wir sehen“, sagte ich… doch nichts tat sich… Keine leuchtend rote Herzen… Aber auch nicht bei mir und Sabine… War wohl defekt, die Installation…

Auch dort stürzte ich mich in Close ups, bis ich von einem jungen Mann angesprochen wurde:

„Ah, ein Fotograf… hätten Sie wohl Lust uns mit dem Baum zu fotografieren?“

Natürlich mit seinem Handy… Wo ich doch diesen Dingern als Fotoobjekt so kritisch gegenüber stehe. Wurde auch irgendwie nix… und mit Blitz? Wollte ich die Stimmung nicht versauen. So entschied ich mich das mit meiner Kamera zu erledigen. Bilder gab es ratz fatz nach e-mailadressenaustausch irgendwann nachts um 0.30… dann war ich fertig damit aus ISO 2000 noch etwas gemacht zu haben. Diese Bilder gibt es aber nicht aus DSGVO Gründen auf diesem Blog… sorry.

Erst ein paar Tage später bemerkte ich, was ich für einen fatalen Fehler begangen habe, beim Fotografieren der Beiden… 😦

Nach dieser Begegnung gab es nichts mehr, was erwähnenswert wäre, außer natürlich die Lichtkunstwerke. Aber dazu reichen auch Bilder aus…
Es wird allerdings ein zweites Mal geben, mir gefällt das nicht so ganz. Mit dem absaufendem Schwarz… Bis dahin: Stay tuned!

… untermalt mit echten Walgesängen…

Rudolph durfte auch nicht fehlen… die rote Nase bekam er aber erst von mir (post)wendend… und ungefähr hier passierte mir das Malheur. Dem ersten Schock folgte die Ernüchterung. Die Kamera schien auch diesmal alles unbeschadet überstanden zu haben. Zumindest arbeitete sie nach dem Stoßschock wieder völlig einwandfrei. Ich muss schon sagen: Das ist schon etwas das man ruhig mal deutlich erwähnen sollte: Gute Arbeit von Canon!

Und Tschüß! 🙂