Nach zwei Jahren Ebbe endlich wieder…

Eine ergiebige Fotolocation ist das Ganze nicht – wenn man, man, wieder so ein Wort welches man getrost in die Tonne hauen kann – entweder es geht um mich, oder jemand anderes… man, das ist nix und wurde eigentlich schon seil längerer zeit aus meinem Wortschatz in diesem Zusammenhang verbannt. … also ein Wort welches ICH in die Tonne haue… also once more:

Eine ergiebige Fotolocation ist das Ganze nicht, wenn ICH mich an die vergangenen Besuche erinnere. Dennoch und vielleicht gerade, weil ich mich in Begleitung weiterer Bekannter befand schlug meine bessere Hälfte vor, die Kamera doch wieder mitzunehmen.

Vor kurzem noch habe ich mir die erste Hälfte des Buches Achtsam fotografieren einverleibt und demnach versucht völlig wertfrei an die Sache heran zu gehen. Und siehe da: Von allen Seiten krachten die Eindrücke herein…

Ist das jetzt achtsam? Ich denke schon… bei dem Bild Ich krieg dich… blieb ich eine ganze Zeitlang stehen und fragte mich: Warum hast du mich ausgesucht? Ich denke, es war das Wort …krieg… schon seil dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine verfolge ich alles, was ich finden kann um den weiteren Verlauf mit zu bekommen. Mein Herz gehört der Ukraine… was für Helden… ich frage mich allerdings auch hin und wieder, wo wären sie, wenn der Nachschub aus der Welt nicht stattgefunden hätte. Wolodomyr Silensky – ich glaube, ich kenne niemanden, der das alles so wortgewandt und für jedes Land persönlich dargestellt hat, warum er Hilfe brauchte. Davon aber wieder ab… Also… krieg… Die zweite Zeile darunter machte mir dann schon wieder Angst in dem Zusammenhang.

Ich krieg dich – ich dich auch… Und schon wieder ging die Gedankenmaschinerie los: Was dann? Ich glaube, ich brauche die Person hinter – ich dich auch… nicht weiter zu benennen.

Bild 4… das war so eine Impulsgeschichte. Ich bin recycelt. Dieses Absperrband weiß/rot mit diesem Aufdruck gab mir einfach ein Signal mehr nicht…

Vor dem Kassenhäuschen stach mir diese Spiegelung von Bild 5 in die Augen. Etwas profaneres gibt es nicht: Ein Spiegelbild… und dann auch noch landschaftlich. Für mich steht dieses Bild für mehr: Wieder einmal Biomarkt in Schleswig, etwas wiederkehrendes, beständiges endlich wieder da nach zwei leeren Jahren. Auferstanden zu neuer Größe, fast doppelt so groß, wenn man das Bild betrachten würde, aber es hat noch eine Nachricht: Schaut in den Spiegel und fragt Euch, ob es wirklich alles richtig macht mit der ganzen Umweltgeschichte… In diesem Fall natürlich nur an mich gerichtet und ich hatte eine Menge Fragen…

Schloss Gottorf – seit meinen Schultagen ein Begriff – immer und immer wieder. Vom Geschichtsunterricht niemals wegzudenken. Und doch waren die Moorleichen, auch nach Auskunft der nächsten Schüler immer das Interessanteste.

Ich erklärte meinem Tross, das ich einen Augenblick brauchte. Die Tatsache, dass ich in der nächsten Zeit wohl KEINE menschlichen Motive mehr vor die Linse nehme (Ausnahmen werden die Regel bestätigen) fiel mir dieses Fräulein doch glatt zum richtigen Zeitpunkt vor die Linse.

Vielleicht sollte man zum gegenwärtigen Moment doch einmal erwähnen, warum in Schwarzweiß, wo doch die Welt gerade wieder in sämtliche Farben geschossen ist.

Zunächst einmal galt meiner „neuen“ Strategie mit einfachen Mitteln zu fotografieren. Eine Kamera, ein Objektiv, in diesem Fall das Tokina 2.8/24-70mm, und nach Möglichkeit in SW. Schwarzweiß hat immer noch die tolle Möglichkeit, störende Farben zu eliminieren. Und für meine Fotografie an diesem Tag brauchte ich ohnehin keine, wollte ich einen dokumentarischen Charakter, wenn auch nur für mich, bewahren. Doch es gibt ja die Möglichkeit in RAW zu knipsen, was bei dem Bildstil schwarzweiß das Jpg in SW anzeigt, das RAW aber in Farbe belässt. Also, sollte ich einmal auf Farbe Bock haben, kann ich es mir immer noch in bunt anschauen… Doch jetzt und auch in absehbarer Zeit wird meine Farbe in Grautönen behaftet sein…

Die Tatsache, dass man sich an einem Kran in einen Ballon ca.45m hoch ziehen lassen konnte, dafür 5Euro bezahlte, um die Welt von oben zu sehen… war mir so was von suspekt… Es gab mehrere Ausblicke auf dieses Ereignis, und es kommen auch noch einige, doch … kein Interesse am Fahren mit einem Seil…

Wimmelbilder… find ich auch immer wieder interessant. 🙂

Leere Bänke und Tische. Was hat mich daran fasziniert, dass ich ein Bild davon gemacht habe? Zunächst der Farbkontrast 🙂 Orange /Grün… :-))) Was bleibt aber, wenn man die Farbe weg lässt? Viele parallele Linien in fast gleichen Abständen. Sich wiederholend… ein grafisches Muster in der Natur, welches da gar nicht hin gehört. Was machen, um diese gleichförmige Tristesse zum Leben zu erwecken? Nun die Abwechslung folgt im oberen Viertel. Ich hätte es auch weg lassen können, doch dann hätte es mir wirklich zu langweilig ausgesehen.

Gleich daneben eine Dachkonstruktion eines Cafés. Hier geht es nur um die Symmetrie des Ganzen…

Da waren mir die Angeliter Sattelschweine doch gleich viel lieber. Eins Sau mit ihren übereifrigen Kindern…:-)

Dann ist auch vom Zulassen anderer Ansichten die Rede in der Achtsamkeit. Und so ließ ich es zu einmal völlig quer zu gehen mit Portraits…Es gefiel mir auf Anhieb…

Landschaften in SW habe ich immer wieder einmal versucht… es bleibt schwierig…

Irgendwann wurden im Barockgarten zu Schloss Gottorf Affenskulpturen installiert.

https://landesmuseen.sh/de/immendorffs-affen-im-barockgarten

Da kann man jetzt ja auf verschiedene Weise heran gehen. Oder völlig ignorieren. Mich „lachten“ dort einige an und so begann ich mit ihnen zu „kommunizieren“.

Hallo Kumpel, auch hier? Schön das du da bist…

Willkommen meine Damen, lassen Sie mich Ihnen Herkules präsentieren, gerade im Kampf mit einem Lindwurm, nicht spannender zu inszenieren… 🙂

Daaaa! In Wirklichkeit bin ich einige Male um ihn herum gegangen, um heraus zu finden, wie man ihn mit welcher Begründung in Szene setzen könnte…

Das finale Ende lautete dann: Ich sehe was, was Du nicht siehst… Und das kann der unten am Bildrand stehenden Person gelten, oder mir selbst… Der frühere Gedanke war, diese Wolkenspirale im Bild rechts oben noch zu etwas Spektakulärem anwachsen zu lassen – doch den Gedanken habe ich zunächst verworfen.

Hääää???? Elefanten im Barockgarten? Dann auch noch frei schwebend? Zu kurios um wahr zu sein…

Wie definiere ich Freiheit, was ist sie mir wert?

Im Schatten oder im Licht?

Fast schon wie bei den Inkas… die hatten nur keine Hecken. Schlägt mir immer gleich ins Gesicht, diese Architektur der Preußen. Wie mit dem Lineal gezogen…

Wassertreppe…

Es gibt Momente im Leben, speziell in meinem :-), da MUSS ich einfach auf den Auslöser drücken. Ich denke das war ein Orangenbäumchen, von dem die beiden da fasziniert waren. Dinge gibt’s… aber – jedem das Seine. Ich mag es zum Beispiel sehr gern Fotografen beim Fotografieren zu fotografieren 🙂

Reflexionen auf einer Wasseroberfläche – etwas, was ich stundenlang beobachten kann, ohne dass es mir langweilig wird.

Faszinierend diese kleine Orange… Hmmm… und was denkt der junge Mann mit dem Blick in die Ferne? „Wo krieg ich jetzt was zu essen her?“ Könnte zumindest sein…

Miss Influenca, sorry, Influencer hat ein neues Motiv entdeckt. Den ganzen Trum von oben…

Ein Granitblock? Nein, eine Bronzeskulptur! Ein wenig habe ich schon überlegt, wie man das Ding am besten in Szene setzt. In SW gefiel es mir aber auch hier sehr gut. Besonders haben mir die Ecken und Kanten , die weißen Randlinien und die markante Oberfläche gefallen. Dafür sind mir ebenfalls Farbe völlig überflüssig.

Hab ich nicht gemacht, das Bild, war meine Kamera mal wieder selbst… Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht hat…

Tja, Portraits, das kommt dabei heraus, wenn man sich einfach mal völlig wertfrei dazu überwindet, Influencer zu knipsen, die irgendwelche Schwierigkeiten mit Entfernungen zu haben scheinen… grübel…

Noch einmal der Eingang von Schloss Gottorf in einer von mir sehr lieb gewordenen Sichtweise: schräg! Normal gibt’s schon!!!

Ein letztes Bild vom Burggraben um das Schloss… Langsam freunde ich mich mit SW Landschaftsbildern an…:-)

HUNGER! Wir beschließen, nun unsere Einkäufe zu erledigen, ich mein obligatorisches URSTROM Bier zu trinken und dann ab… ja wohin eigentlich?

Nach einer kurzen Überlegung und Bedenkzeit ins ARTEMIS, ein griechisches Lokal… ich wollte doch nie wieder griechisch… aaaber… das Essen war großartig, nur meine Augen wieder mal größer als mein Magen.

Da war ein begnadeter Bildhauer am Werk.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz stach mir doch glatt dieses Teil in die Augen…Einmal Biker- immer Biker!

Und dies ist eigentlich das erste Bild einer weiteren Geschichte aus Schleswig. Schleswig-Friedrichsberg… ein Brennpunkt… wird in Angriff genommen, wenn mich nicht irgendetwas wieder zurück wirft…

Ein Schlusswort noch: 🙂 Die Miss Influenca ist natürlich KEINE Influencerin. Sondern unsere liebe Freundin Corinna. Und der junge Mann, der stets in ihrer Nähe weilte ist ihr Sohn Jonah… Der Kleine hat mich von der Größe her fast erreicht… 🙂 Immer wieder lustich mit Euch Beiden…

Dieser Spaziergang war ein Versuch mich der Fotografie einmal anders zu nähern. Und um das Ganze einmal von der anderen Seite aufzurollen. Es gibt keinen Zwang mehr Bilder machen zu MÜSSEN. Wenn ich nicht will, lasse ich es. Es gibt kein Bewertungssystem mehr.durch wen auch immer. Auf diesem Blog schon gar nicht. Was ICH mache ist einfach gut! So! Auch der Austritt aus dem Fotoclub Schleswig hat sich als regelrechter Befreiungsschlag erwiesen. Ich bin gespannt, was da noch kommt…

So, morgen habe ich meine erste Therapie – Sitzung. Ich freue mich drauf… irgendwie…

Spurensuche II

Ich ging bis zum Ende des Weges und stand direkt auf der Steilküste. Von hier aus hatte man einen schönen Blick bis nach Eckernförde. Aber auch nach unten, an den Strand. Was da nicht alles herum lag. Herunter gefallene Bäume, die die Wellen der Ostsee weg gespült hatten, Steine und Sand… 🙂 Natürlich…

Hierbei sei angemerkt: Ich habe mich bewusst für diese Darstellung der Bilder entschieden, weil, damals habe ich noch gar nicht fotografiert, und wenn, dann ja wohl noch analog… Deshalb unter anderem auch der Analog Look…

Der ist wohl bald als nächstes dran… 😦

Weitere Kandidaten zum Absturz…

Ich liebe unsere Ostsee…

Wird definitiv meine nächste Location zum Knipsen sein…

Übrigens Birgit, rechts um’s Eck, dann zwei Kilometer weiter, da haben wir auch schon rum geknipst 😉

Die Diskussion, ob Außerirdische schon mal unseren Planeten heimgesucht haben ist damit ja wohl erledigt…

ICH LIEBE DIESES BILD…. 🙂

Seit dem letzten großen Sturm ist hier wirklich ganz schön was runter gekommen…

Und nachdem ich mich unten am Strand ordentlich ausgetobt habe, nachdem ich mehr unfreiwillig die Steilküste herunter gepoltert bin, 🙂 fand ich auch den Platz wieder, wo ich meine jetzige Partnerin vor vierzig Jahren kennen gelernt habe… Hier war alles noch, wie damals. 🙂 Und auch Lagerfeuer werden hier noch abgehalten, obwohl es streng verboten ist. Schön, die alten Zeiten noch mal am geistigen Auge vorüber ziehen zu lassen. Es hat wirklich gut getan, diesen Ort aufzusuchen. Ich sollte öfter auf mein Inneres hören – und in der Tat, ich bin nach der Maßnahme vom Arbeitsamt an einer „Werkakademie“ der DAA teilzunehmen, immer weiter dabei, diesen Vorsatz auszubauen. Es geht mir dementsprechend gut. Doch sobald ich versuche, mich mit der Suche nach einem Arbeitsplatz zu beschäftigen, geht gar nix mehr. Die Suche nach einem Therapieplatz gestaltet sich ebenfalls schwierig. Ich bin noch lange nicht über dem Berg, aber es fühlt sich gut an, was ich dagegen tue. Sobald nix mehr geht, ist die Kamera auch schon wieder zur Hand, und wenn das Wetter es überhaupt nicht zulässt, dann kommt AFFINITY ins Spiel. Ich krieg dich schon, du Scheiß Depression…

Langsam wurde es dunkel, und ich trat den Weg zum Parkplatz zurück an. Jetzt wusste ich auch wieder, wo ich mich befand. Ich habe nur den richtigen Abzweig nicht gefunden. Doch wenn ich ihn gefunden hätte, hätte ich all diese düsteren Bilder nicht machen können… Zum Schluss fand ich noch das:

DA geht’s lang zum Strand!… 🙂

Spurensuche

Wie kommt man auf eine Idee, einen Ort aufzusuchen, an dem man vor vierzig Jahren seine jetzige Partnerin das erste Mal zusammen mit ihrem damaligen Freund gesehen hat…

Schnellmark heißt der Ort. Ein winziges Nest an der Ostsee zwischen Eckernförde und Lindhöft. Eigentlich war das Wetter schuld. Und unseren Wald in Loose habe ich ja nun schon oft genug dokumentiert. Es war wieder einer dieser Tage gestern, wo alles grau in grau ausschaut. Ich saß an meinem Schreibtisch und da fragte mich eine innere Stimme: “ Wie sieht es eigentlich jetzt in Schnellmark aus? Fahr doch mal hin!“ Einfach so.

Ich fand auch gleich den kleinen Parkplatz direkt an der Bäderstraße, gegenüber einem anderen Waldstück. Und ich war nicht allein.

Es war am frühen Nachmittag und für einen Freitag und dem ungemütlichen Wetter, nutzten ziemlich viele die Zeit für einen Spaziergang – besonders mit Hunden. Ich wusste schon am Anfang nicht, wie es zu diesem Platz am Strand ging, den ich suchte.

Und so lief ich einfach mal los. Immer geradeaus… Hin und wieder versuchte ich mich zu orientieren: Wenn dieses Rauschen in den Bäumen nicht der Wind war, war es der Verkehr auf der B76, die lag also dann links von mir. Dann musste rechts die Ostsee sein. Und da wollte ich ja eigentlich hin.

So meine Meinung… Doch ich landete ganz woanders.

Dieser Wald hatte sich irgendwie verändert in den 40 Jahren… grübel…

Irgendwie war er dunkler geworden, dichter, unheimlicher…

Und was war das hier? Hier konntest Du einen spurlos beseitigen, hatte ich das Gefühl und meine Wanderstiefel sanken wie von selbst immer tiefer in den Morast…

Was war das? Eine behelfsmäßige Behausung? Wer wohnte hier? Es wurde immer komischer…

Buchen, nichts als Buchen…

… und dunkler Wald. Doch dann, ein Lichtblick!

Wo ging es dort hin? Was war dahinter, hinter diesem hellen Fleck?

DAS erfahrt ihr im Zweiten Teil… Stay tuned… 🙂

Duncan, Vancouver Island

Wir kamen gerade in Duncan an, als sich der Himmel so was von verfinsterte, dass ich glaubte, im nächsten Moment würde die Welt untergehen. Aber das tat sie dann natürlich Gott sei Dank nicht. 🙂 Es war nicht der erste Tag mit so einer Wetterlage den ich erleben durfte. Es waren derer schon viele, nur wurde dieser Tag zu einem Synonym für die Darstellung von Schlechtwetterbildern. Es war anders hier, ganz anders als zu Hause in Norddeutschland. Diese Weite und der hohe Himmel brachten immer wieder neue Lichtstimmungen hervor. Und das im Sekundentakt. So begann ich mich darauf zu konzentrieren. Sollte mein Schaden nicht sein. Es wird noch ein paar Beispielbilder geben von dieser Insel. Ein Schönwetterbild, gegen ein Schlechtwetterbild. Und diese Bilder sind dann auch in einem Abstand von 2,3 Jahren entstanden. Es gab nicht immer das Wetter, was man sich erwünschte. 🙂

The Spirit of the Strathcona Provincial Park

Strathcona – für mich einer der tollsten und geheimnisvollsten Parks in British-Columbia, Kanada. Je mehr Nebel und trübes Wetter, desto geheimnisvoller mutet die Gegend an. Der See, der sonst eher türkisblau in der Sonne funkelt verwandelt sich bei regnerischen, dunklen Wetter in eine bleigraue Oberfläche. Unheimlich fast. Dazu umgibt dich eine schon fast gespenstische Stille. Was soll ich sagen – ich habe es so was von genossen… Dieser Schauer, der mir über den Rücken lief, den bekomme ich immer noch, wenn ich dieses Bild sehe… 🙂

Saxtorf

Ich musste meinen fotografischen Kreis einfach mal vergrößern, und wenn es auch nur um zwei Kilometer ging. Diesmal wanderte ich schon ziemlich früh zu unserem zweiten Waldstück, ganz in der Nähe. Wir sind ja hier oben gesegnet mit Gutshäusern ohne Ende. Die meisten allerdings verarmter Landadel. So auch Saxtorf. Doch dazu etwas später. Für weiter führende Informationen sei dieser Link von 2011.

https://www.n-tv.de/reise/Besuch-im-19-Jahrhundert-article4218206.html

Zunächst jedoch lande ich erst einmal im Wald(stück). Schon am Waldrand erwarten mich geisterhafte Bäume.

Es ist fast schon erschreckend, der Baumbestand alter und kranker Bäume ist unübersehbar. Kurz darauf erkenne ich eine schimmernde Fläche und nehme an, dass es ein Gewässer ist. Und so ist es auch:

Der Zugang ist allerdings mit mannshohen, jetzt noch vertrockneten Brombeerwildwuchs verdeckt. Das Zeug wächst überall. Das ich doch noch einen Zugang gefunden habe, ist wohl reiner Zufall. Ach so, nebenbei bemerkt 🙂 Das Objektiv ist natürlich das Helios 44. 100 Meter weiter dann die nächste Wasserfläche. Sie scheint mit der anderen verbunden zu sein, Stetig rieselt Wasser über einen kleinen Rinnsal auf dem Weg zur anderen Seite. Auch hier versuche ich mein Glück, und tatsächlich, hier komme ich etwas leichter an das „Ufer“.

Am Wegesrand blühen zahlreiche Schneeglöckchen, zumindest etwas Erfreuliches…

Früher, eigentlich noch gar nicht so lange her, wurde in diesem Wald ein „Freiluft Gottesdienst“ abgehalten. Wie oft, keine Ahnung. Es stand jedenfalls ein riesiges Kreuz aus Stein auf diesem „Platz“. Heute ist es kein Platz mehr, alles mit Brombeerbüschen überwuchert. Und an einen Gottesdienst erinnert nur noch ein altes verwittertes Holzkreuz.

Weiter geht es Richtung Saxtorf. Und da konnte ich mal wieder ein schönes Wolkenbild erwischen.

Genau so wie ich es liebe… 🙂 Ich erreiche vor Saxtorf noch die großen Hallen für die Betriebsmittel, die auch mehr rostig als neu aussehen. Davor entdecke ich mehrere rostige landwirtschaftliche Geräte. Wenn ich einmal etwas zum Thema Rost knipsen sollte, dann wohl dort. 🙂

Ich erreiche Saxtorf. Wenn man jetzt diese Bilder mit meinem Link von 2011 vergleicht kann man es kaum glauben. Das Haupthaus mit den mächtigen Seitenteilen und dem Turm steht nach wie vor stolz auf dem Boden. Doch die Nebenhäuser sind völlig zerstört. Wahrscheinlich von den letzten Stürmen. Ich war auch lang schon nicht mehr dort. Das Haupthaus konnte ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ablichten, es wurde von einem dieser Monstertrecker mit Giftspritzanlage verdeckt :-(. Egal, ich liefere es irgendwann nach. Was sofort auffiel: Zum ehemaligen Zugang hatte sich nichts verändert, der sah schon vor 30 Jahren so aus:

Viel sehen konnte man ohnehin nicht…

Fast schon ein Geisterhaus… ich glaube, ich werde es mal beim nächsten Nebel knipsen… 🙂

Also, für mich sieht Glanz anders aus…

Auch vom Schlossgraben, der einmal fast rundherum führte ist nicht mehr viel übrig…

Das ich mich einmal mit so etwas beschäftigen würde, hätte ich mir selbst nie träumen lassen. Dennoch sehe ich es als Bereicherung. Ich lerne weiterhin die Fähigkeiten meines Objektivs kennen, und vor allen Dingen meine nähere Umgebung sehe ich in einem völlig neuem Licht. Im wahrsten Sinne des Wortes. 🙂 Ich war auch am Überlegen, einige Bilder in SW zu präsentieren, des Dokucharakters wegen, doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass SW einfach nicht passte – MIR nicht passte. So kann’s gehen. Stay tuned…

Zenith Helios 44-2 2.0/58mm V

Nebelwelt die Dritte… und letzte…

Der „Stahlkoloss“ als solcher… geht auch noch anders…
… nämlich so… immer irgendwie ein K(r)ampf mit der Dynamik… 🙂
Vom vielen Hans guck in die Luft habe ich jetzt einmal den Blick gesenkt. Mir kam ein Irischer Wolfshund entgegen und mir entging nicht, wie groß der war… Und was für Pfoten… eh, da kriegt man ja Angst!… 🙂
Jetzt noch ein paar Meter und die Zivilisation hat mich wieder (Kreisstraße). Von da an gibt es eigentlich nix, was interessant wäre um abgelichtet zu werden, wäre da nicht der Nebel…
Würde ich so im Sommerkleid niemals ablichten…
Die Beiden begegnen mir jeden Tag, heute mal Nebelpferde.
Ehrlich, ich konnte mich der Faszination dieser Gegebenheit kaum entziehen…
Und hüpf, rauf auf den Knick! Das raschelnde Zeuch gleich mit abgelichtet. Nochmal: Wäre diese seltene Wetterlage nicht – ich hätte dem keines Blickes gewürdigt. Mir selbst gab es die Ernüchterung ruhig mal die Augen für unscheinbatre Dinge zu trainieren.
Selbst diese für mich seit über 35 Jahren bekannte Einfahrt stellte sich diesmal völlig anders dar…
Der Waldrand, fast schon mystisch…
…unheimlich fast…
Das Fazit dieser Wanderung:

So wie es mir die Zeit zulässt, werde ich öfter im Nebel spazieren gehen. Ich hätte nie gedacht, wie sich das einem so bekannte Umfeld verändert.

Vielen Dank für das Interesse.

Zenith Helios 44-2 2.0/58mm IV

Nebelwelt die Zweite…

… natürlich auch ohne Worte… soweit es möglich ist… 🙂

Mein Solitär… fast… 🙂
Nun, dass ist wieder so eine Frage für uns Bildgestalter. Lieber Quer – oder doch lieber…
Hochformat… Dynamik oder eher Ruhe… Diese Fragen allein haben mich die letzten Jahre meines Lebens immer wieder begleitet. Und ich bin mit mir übereingekommen… Quer – In der Ruhe liegt die Kraft – mehr denn je… 🙂
Selten, dass mich Minimalismus so fasziniert hat…
Als ich das letzte Mal vor dieser Baumreihe stand brüllte ich noch: „Riiiiiiiiiicccccht Euch! Und da waren es nur noch einer, von vorn gesehen. Bei 500px habe ich ein Bild hoch geladen welches ich in Kanada aufgenommen habe, ebenfalls mit dem Highway auf der linken Seite. Ein User bemerkte dies, und schrieb mir: Interessant ein Bild so auf zunehmen, wo doch die meisten Highwaybilder genau den Highway in der Mitte darstellen. Und da war es wieder, dieses: He, so schlecht kannst du gar nicht sein – Normal gibts schon!… Allein dieser Kommentar zauberte mir wieder ein Lächeln auf die Lippen…
Ich drehe mich selten um bei einer Wanderung… ich sollte es ruhig öfter mal tun… aus vielerlei Gründen.
Nie fühlte ich mich einsamer als heute. Und es war ein tolles Gefühl…
Und wie ich da so vor mich hinsinniere knallt mir plötzlich ein Song aus vergangener Zeit in den Nachdenkmodus: On my way to L.A… Und das mitten im Winter… Tz…

Und da swar es auch schon wieder für heute… Wenn ihr mögt, kommt morgen der letzte Teil dieser spannenden Erkenntnisse… stay tuned.