Helios-44M – 2/58mm

Zu Anfang die Enttäuschung – aber dann… 🙂

Heute Mittag – ja ich weiß, zwischen 11 und 3 hat der Knipser frei – wollte ich mal wieder nach längerer Zeit mein Helios 44M ausführen. Diese Version habe ich in der letzten Zeit sträflich vernachlässigt. Eigentlich war ich frohen Mutes – doch die Ernüchterung trat urplötzlich nach dem ersten Bild wieder ein: Mein Gott, wie unscharf ist das denn??? Kopfschüttelnd blickte ich auf mein Kamera-Display. War das jetzt ein Ausreißer? Waren meine Augen schon wieder schlechter geworden? Sollte ich auf ein System mit Fokopeaking umsatteln? War ich über Nacht zu einem manuellen Versager geworden? Schlagartig gingen mir da die wildesten Gedanken durch den Kopf.

Gut, dachte ich mir, mach mal einfach weiter. Wird schon werden, dachte ich mir und ging weiter meines Weges, um die täglichen 10.000 Schritte (um und bei) abzulatschen. Im Wald fiel mir auf:

… und Rumms ist alles grün!

Fundstück der Woche.

Ich probierte alles mögliche, um diese Unschärfe aus den Bildern zu bekommen, auch die Verstellung des Okulars auf +2 Dioptrien brachte nichts nennenswertes zu Tage. Ich wollte trotzdem weiter knipsen und gab mich mürrisch mit der Unschärfe ab. An einer Stelle fand ich eine Gruppe blühenden Waldmeisters… Nichts spektakuläres – doch wie das Ganze dann nach der Bearbeitung mit Affinity aussah – hat es mich schon umgehauen, wie alle anderen Bilder auch. Ob das Kunst ist oder nicht, spielt in erster Instanz überhaupt keine Rolle… es war anders – und deshalb gefiel es mir. Hier die Bilder ohne Worte.

Ich hasse das…
Grün, Gelb und Blau,die vorherrschenden Farben im Mai von Schleswig-Holstein
Auch meine Lieblingsallee erstrahlt in neuem Grün
Dieses Bild mit Blende 8 geknipst zeigte mir überdeutlich, wie es um den Sensor meiner Canon stand: Bös dreckig… Das war schon fast so anstrengend wie bei analogen Bildern die Staubflecken und Fussel weg stempeln… da muss ich wohl mal ran…
Vor ein paar Monaten war hier alles vereist und ich brüllte die Bäume an: Richchchchcht Euch… und jetzt?
Auch aus dieser Perspektive eine Wucht.
Was war denn jetzt los? Invasion? Corona fällt aus? Grenzen offen? Was für ein Verkehr am Himmel… Erschreckend…
Ich war fast schon mit den Nerven fertig, dann machte ich noch ein Testbild,diesmal mit offener Blende. Kein Sigma ART Bild, doch mir reichte es vollkommen… 🙂 Weiter machen.

Die Luft war jetzt schon seit einiger Zeit mit dem Duft des Weißdorns angereichert, es war einfach nur herrlich. Warm, fast schon zu warm, ein laues Lüftchen und dann dieser Duft…

Da isser, der Übeltäter. An den Straßen war er schon verblüht, doch hier auf den Feldern war diese Pracht noch so was von üppig…
Einmal die Schattenseite… Ich finde dieses Bild, trotz oder gar wegen der fehlenden Schärfe, so was von genial…
Und noch mal von der Sonnenseite – nicht weniger schön… Hier kann man sehr schön erkennen, dass das
Arbeiten mit den Farbtemperaturen, im Schatten etwas bläulicher als in der Sonne, doch seine Berechtigung hat.
Zum Schluss das Getreide, welches mich schon seit Jahren begeistert, nicht nur weil es eben auch im Bier zum Tragen kommt: die Gerste…

Es ist schon manchmal etwas merkwürdig. Aufgrund der Blendung von der Sonne, kann man nicht immer sehr gut erkennen, was da auf dem Display so leuchtet. Ich denke, ich werde mir auch einen größeren Monitor auf die Kamera flanschen, damit dieses Briefmarken gucken ein Ende hat. Weiterhin werde ich mich mit dem Helios-44 intensiver beschäftigen, kann ja sein, dass dieses Modell eben nicht so glücklich gewählt ist, oder auch ein Montagsmodell ist. Auf jeden Fall gibt es mir steile Vorlagen für gute Bilder in der Postbearbeitung… 🙂 Stay tuned.

Affinity Publisher II

Hat mir nicht mehr gefallen, mein erster Entwurf. 😦 Also weiter herum experimentiert. 🙂 Heraus kam diesmal eine andere Idee. Das gleiche Layout, aber diesmal mit einer anderen Schrift, welche mir ein viel schöneres Schriftbild im Blocksatz ermöglichte. Die Erklärung zum Bild steht im Text… Wer mich kennt, der weiß um meinen Perfektionswillen. Der steht mir manchmal mehr im Weg, als das es mich weiter bringt. Doch die vorliegende Version empfinde ich als sehr viel stimmiger, auch wenn ich die Bilder dazu stark in die Höhe gezogen habe…

Jetzt kann man sehr gut erkennen, dass es ein Buch werden soll. Ich habe die Abstände optimiert und mich auf eine Schrift in zwei verschiedenen Größen geeinigt. Man könnte jetzt noch den Titel fett drucken, aber ich bin der Meinung, das passt schon so.

Viele sind auch der Meinung, dass sich eine „Serifenfreie“ Schrift leichter lesen lässt. Serifen – was sind das eigentlich? Ich musste das auch erst einmal gurgeln… 🙂

Serifen sind diese kleinen Häkchen, die sich an den Buchstaben befinden. Deutlich zu sehen beim „Z“ und beim „i“ zum Beispiel. Nun, ich habe eine Schrift gewählt, die meiner Meinung nach zu meinem Typ zu fotografieren passt. Oftmals verspielt… leider auch öfter mal „verspielt“ (Achtung Wortspiel… )

Ich erstelle zu gern Fotobücher, habe auch schon einige in meiner Sammlung. Doch die Software der Hersteller gerät oftmals an ihre Grenzen. Und das ist meiner Meinung nach die Möglichkeit der Platzierung der Bilder auf den Seiten. DAS macht mir die Arbeit mit dem Affinity Publisher (DAS IST JETZT KEINE WERBUNG FÜR DIESES PRODUKT, ich habe auch keinen Auftrag dafür erhalten und erst recht keine Kohle) viel einfacher. Sorry, ich glaube man sollte das doch mal erwähnen, sonst kommen die von der DSGVO noch auf andere Gedanken…

Diese zwei Seiten zeigen mir zumindest auf, was mit diesem Programm zu machen ist – gut zu machen ist. Und ich freue mich schon auf mein erstes vollständig im Publisher enstandenes Fotobuch.

Affinity Publisher

Ich konnte es einfach nicht lassen. 🙂 Das Programm musste einfach her. Und jetzt arbeite ich Nächte lang durch, bis mir die Augen zufallen, um das alles zu verstehen, was da von einem verlangt wird. Und heute habe ich mal ein Werk geschaffen, was noch nicht perfekt ist, aber ich komme heran. Das mit dem Blocksatz bereitet noch einige Probleme, but – how cares? 🙂

Macht mich schon ein wenig stolz, das schon einmal so hinbekommen zu haben… kann ja nur noch besser werden… 🙂

NIK Filter Collection in Affinity Photo

Wie ich vor ein paar Tagen berichtet habe, bin ich auf Affinity umgestiegen. Nicht nur auf Affinity sondern gleich auf einen neuen PC. So weit so gut. Damals war die Version von Google kostenlos. Da schlägt man doch gern mal zu. Nun war es aber so, dass ich diese Version nicht mitnehmen konnte. Da war bis jetzt guter Rat teuer. Bis jetzt…

Dann fand ich dies: Vielen Dank Tom Striewisch!

https://web.archive.org/web/20170101193113/https://www.google.com/intl/de/nikcollection/

Sofern interessant, dass es tatsächlich noch funktioniert, und in der WayBackMachine ist ja neben der Software auch immer noch die ursprüngliche Freigabe von Google zur Nik Collection zu finden.

Also runter geladen den Zinnober und mit Affinity verbunden.

Wie das geht, erfahrt ihr hier:

Nun, ich bin überglücklich, diese geniale Filtersammlung wieder nutzen zu können. It works… 🙂

Saxtorf

Ich musste meinen fotografischen Kreis einfach mal vergrößern, und wenn es auch nur um zwei Kilometer ging. Diesmal wanderte ich schon ziemlich früh zu unserem zweiten Waldstück, ganz in der Nähe. Wir sind ja hier oben gesegnet mit Gutshäusern ohne Ende. Die meisten allerdings verarmter Landadel. So auch Saxtorf. Doch dazu etwas später. Für weiter führende Informationen sei dieser Link von 2011.

https://www.n-tv.de/reise/Besuch-im-19-Jahrhundert-article4218206.html

Zunächst jedoch lande ich erst einmal im Wald(stück). Schon am Waldrand erwarten mich geisterhafte Bäume.

Es ist fast schon erschreckend, der Baumbestand alter und kranker Bäume ist unübersehbar. Kurz darauf erkenne ich eine schimmernde Fläche und nehme an, dass es ein Gewässer ist. Und so ist es auch:

Der Zugang ist allerdings mit mannshohen, jetzt noch vertrockneten Brombeerwildwuchs verdeckt. Das Zeug wächst überall. Das ich doch noch einen Zugang gefunden habe, ist wohl reiner Zufall. Ach so, nebenbei bemerkt 🙂 Das Objektiv ist natürlich das Helios 44. 100 Meter weiter dann die nächste Wasserfläche. Sie scheint mit der anderen verbunden zu sein, Stetig rieselt Wasser über einen kleinen Rinnsal auf dem Weg zur anderen Seite. Auch hier versuche ich mein Glück, und tatsächlich, hier komme ich etwas leichter an das „Ufer“.

Am Wegesrand blühen zahlreiche Schneeglöckchen, zumindest etwas Erfreuliches…

Früher, eigentlich noch gar nicht so lange her, wurde in diesem Wald ein „Freiluft Gottesdienst“ abgehalten. Wie oft, keine Ahnung. Es stand jedenfalls ein riesiges Kreuz aus Stein auf diesem „Platz“. Heute ist es kein Platz mehr, alles mit Brombeerbüschen überwuchert. Und an einen Gottesdienst erinnert nur noch ein altes verwittertes Holzkreuz.

Weiter geht es Richtung Saxtorf. Und da konnte ich mal wieder ein schönes Wolkenbild erwischen.

Genau so wie ich es liebe… 🙂 Ich erreiche vor Saxtorf noch die großen Hallen für die Betriebsmittel, die auch mehr rostig als neu aussehen. Davor entdecke ich mehrere rostige landwirtschaftliche Geräte. Wenn ich einmal etwas zum Thema Rost knipsen sollte, dann wohl dort. 🙂

Ich erreiche Saxtorf. Wenn man jetzt diese Bilder mit meinem Link von 2011 vergleicht kann man es kaum glauben. Das Haupthaus mit den mächtigen Seitenteilen und dem Turm steht nach wie vor stolz auf dem Boden. Doch die Nebenhäuser sind völlig zerstört. Wahrscheinlich von den letzten Stürmen. Ich war auch lang schon nicht mehr dort. Das Haupthaus konnte ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ablichten, es wurde von einem dieser Monstertrecker mit Giftspritzanlage verdeckt :-(. Egal, ich liefere es irgendwann nach. Was sofort auffiel: Zum ehemaligen Zugang hatte sich nichts verändert, der sah schon vor 30 Jahren so aus:

Viel sehen konnte man ohnehin nicht…

Fast schon ein Geisterhaus… ich glaube, ich werde es mal beim nächsten Nebel knipsen… 🙂

Also, für mich sieht Glanz anders aus…

Auch vom Schlossgraben, der einmal fast rundherum führte ist nicht mehr viel übrig…

Das ich mich einmal mit so etwas beschäftigen würde, hätte ich mir selbst nie träumen lassen. Dennoch sehe ich es als Bereicherung. Ich lerne weiterhin die Fähigkeiten meines Objektivs kennen, und vor allen Dingen meine nähere Umgebung sehe ich in einem völlig neuem Licht. Im wahrsten Sinne des Wortes. 🙂 Ich war auch am Überlegen, einige Bilder in SW zu präsentieren, des Dokucharakters wegen, doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass SW einfach nicht passte – MIR nicht passte. So kann’s gehen. Stay tuned…

Unser Ostseefjord…

… die Schlei 🙂

oder auch AFFINITY III

Ich gebe es zu, das Programm lässt mich nicht los! 🙂 Wie schön… Merke ich jedenfalls nicht so viel was um mich herum gerade so abgeht in der Politik…

Unser Ostseefjord… ja… der ist ja die meiste Zeit im Jahr eher ziemlich dösig am Existieren. Interessant meistens wenn die weißen Dreiecke der vielen Segelschiffe an einem sonnigen Tag wie von Zauberhand über die Wasseroberfläche huschen. Ich schaue es mir gern an, entspannt so schön.

Manchmal aber da kann es auch ziemlich wild zugehen auf dem ruhigen Fjord. Besonders wenn wir anlandigen Wind haben. Also Ostwind. Dann verwandelt sich das brave Kind in ein kleines Monster. Immer wenn diese Wettersituation sich bietet bin ich in Sieseby. So auch diesmal. Doch zu dem Zeitpunkt hatte ich AFFINITY noch nicht…

So sah das mehr original als dramatisch aus, weil ich einige Werkzeuge schlicht und einfach nicht hatte, um das Ganze so aussehen zu lassen, wie es zwar nicht war, aber meinen Empfindungen und vor allem meiner Fantasie entsprach. DAS habe ich heute aber einmal nachgeholt. Dank DUNST ENTFERNEN und KLARHEIT… Die Filter, die es wahrscheinlich in der CC Version von Adobe schon länger gibt, für mich aber völlig neu waren. Und hier ist das Ergebnis.

Eh, voila… so gefällt mir das schon viel besser… 🙂

AFFINITY II

Was soll ich sagen… total genial! 🙂 Gestern durfte ich zum neuen Update noch einige Presets zur Bildgestaltung kostenlos herunter laden. Freu! Nebel, Regen, Regenbogen und Schnee. Zunächst begriff ich nicht, wie und wo ich diese nach dem Installieren aufrufen konnte. Doch nach einiger Recherche (!) ging auch das. Diese Presets fasst man mit der Maus an und zieht sie über das ausgewählte Bild. Die sind so groß, dass man verschiedene Stärken innerhalb der Auswahl im Bild verschieben kann. Ich als Spielkind musste natürlich erst einmal alles ausprobieren . :-))) Der Regen war mir seit PS6 immer zu künstlich, weil er mit den Pinselspitzen erstellt wurde. Wie die das heute machen in CC entzieht sich meiner Kenntnis. Ist auch nicht mehr relevant. AFFINITY begeistert mich jeden Tag mehr. Hier nun mal ein Ergebnis, welches man durchaus als natürlich ansehen kann.

Ich finde es toll! 🙂 Aber ich bin ja auch erst einmal völlig begeistert… da findet man alles toll! :-))))

Jetzt noch etwas mit Schnee. Vorher:

… und nachher…

Möge jeder sein eigenes Urteil fällen… 🙂 Natürlich gibt es noch die Option mehrere Presets übereinander zu legen… dann hat man am Ende einen Blizzard… :-)))

Weil heute Mittwoch ist…

… habe ich noch einen. 🙂

Affinity hat mich nun völlig angefixt, und so bin ich mal wieder raus, ein wenig knipsen. Ich bewege mich ja in einem ziemlich kleinen Kreis, Corona bedingt. Ich habe einfach nicht die geringste Lust mich mit diesem Vieh beschäftigen zu müssen. Und so gehe ich alles und allem nach Möglichkeit weiträumig aus dem Weg. Bis es denn endlich vorbei ist mit dieser Rumeierei… Da kriegt man ja schon vom Hinschauen Beklemmungen. Also:

Kamera geschnappt, natürlich mit dem Helios 44 und den Weg abgelaufen, den ich vor kurzem schon gegangen bin. Nur sah das heute völlig anders aus. Der Start ist immer durch den Wald, den ihr schon kennt. Und so sah das dann aus:

Dies ist nun mal ein anderer Weg. Aber es geht ja um das Bild. Blende 8 und ganz nah ran. Dann kommt da das heraus. Bei Blende 2 sah das völlig anders aus.

Interessant ist, was das Helios daraus macht… 🙂

Wenn man mal nicht den eingetretenen Weg nutzt, kommt man zu völlig neuen Eindrücken. Ich kenne diesen Mischwald – nun ja, es sind mehr Buchen als andere Bäume vorhanden, nun schon seit 40 Jahren. Er wird immer lichter.

Interessant ist an dieser Stelle zu erwähnen, was Affinity in der RAW Bearbeitung macht. Oder besser, davor. Wenn das RAW geladen wird, hat es eigentlich schon diese Anmutung. Ich war überrascht, wie unglaublich genau die Farben schon am Original waren. Aufgenommen werden meine Bilder zu 99% im automatischen Weißabgleich, aus bestimmten Gründen: Einer davon ist der, ich kann es mir so bauen, wie ich es haben will… Doch in diesem Fall eher originalgetreu und auch dem Licht entsprechend. Wie schwierig das ist, besonders wenn die Bäume ihre Laubkronen tragen, weiß jeder, der schon mal im Wald fotografiert hat. Bei Portraits schlägt die Hautfarbe oft ins Grünliche…

Ein gefallener, alter Riese. Ich sah ihn heute zum ersten mal. Ist für mich immer ein schlimmer Anblick. Gefühle von Tod und Kälte greifen dann nach einem. Ich hatte meine liebe Not mit der Ablichtung dieses Baumes. Er lag im vollen Gegenlicht und so war der Wurzelballen links im Bild ständig im dunklen Schatten. Ich belichtete auf die Lichter und überließ es Affinity, da noch etwas zu retten. Und wie man sehen kann, es ging. Affinity nimmt dort einen anderen Weg als PS. Und den musste ich erst einmal finden.

Wenn man bedenkt das Ganze ist „nur“ Feuerholz, dann wird mir schlecht… Etliche Festmeter liegen da rum…

Dies wieder meine Lieblingsallee. Noch kann man es nicht erkennen, aber irgendwann wird dies wieder ein zusammenhängendes grünes Dach sein. Vor ein paar Tagen sah es noch so aus:

Es kommen noch ein paar Vergleichsbilder hinzu. Für mich ist das immer eine tolle Darstellung, warum man auch bei schlechtem Wetter los ziehen sollte. Überhaupt entstehen bei eher flachem Licht harmonischere Bilder und leichter belichten lässt es sich auch, als bei vollem Sonnenlicht.

Mein „Solitär“. Schon eindrücklich, wie sich die Abbildung ändert, wenn Farben hinzu kommen nicht wahr? Bei Schnee und Nebel sah das nämlich so aus:

Ich find’s cool, wie man so etwas beeinflussen kann, auch ohne technische Hilfsmittel wie PS…

Heute so, gestern so:

Ich wiederhole mich: So lernt man fotografieren… 🙂

Das ist ein bewusst produziertes Ausschussbild. Völlig unterbelichtet, wollte ich wissen, was Affinity da noch raus holt. Jo, und das ist das Ergebnis. Hart an der Grenze zum Mülleimer. Oder vielleicht sogar schon drin. Mag jeder selbst entscheiden. Für mich ist das Tonne!…

Und wie man da so rum philosophiert, ob was geht, und wenn ja, wie…bemerkt man das Schauspiel nicht, welches einem gerade in dem Moment geboten wird. Doch ich habe sie noch erwischt, die Wolke, die sich da so dekorativ ins Bild gelegt hat. Ob der untere Teil des Bildes jetzt dazu passt, ist mir völlig Latz. Im Großen und Ganzen ist es ein Bild meiner Heimat und hat somit sehr wohl eine Daseinsberechtigung.

Und zum Schluss darf natürlich auch das Bild meiner Kamera nicht fehlen. Wie immer grob eingestellt, senkrecht kurz über den Boden gehalten und ausgelöst. Das ist das Ergebnis – ungeschönt. Irgendwie kann sie das ganz gut – aber besser mit AF… 🙂

Zum Schluss sei noch gesagt, ich habe mit der RAW Entwicklung der Bilder meine reine Freude gehabt. Mit der sehr schlüssigen Abfolge in AFFINITY und dem jetzt hyperschnellen PC wollte ich kaum aufhören. 🙂

Und noch etwas ist mir klar geworden: Die freiwillige Reduktion auf nur eine Brennweite, und das schon seit langer Zeit, macht mir nicht nur Spaß, sondern beweist mir jedes Mal auf’s Neue: Das reicht! Das reicht um „schöne“ Bilder zu machen. Und was das Tollste ist: Ich freue mich schon auf die nächsten. Tihihihi… 🙂

Wer braucht schon SIGMA ART… Ich nicht!

Ein Bild vom 13.03.21

Warum, wozu?

Weil es mich richtig froh macht, obwohl da eigentlich ganz was anderes drauf ist. 🙂

Warum also diese glückseelige Anwandlung? Nun, ich wollte etwas ausprobieren, als ich dieses Szenario an der Scheibe meines Büros sah. Wie kann man das mal am besten zu einem Bild machen? Vielleicht bin ich zu blöd zum Knipsen, aber mit meinen „modernen“ Linsen hab ich das nicht hin bekommen. Also musste mal wieder das Helios dran glauben. Blende 8. Auf die Regentropfen der Scheibe fokussiert und knips. Bild im Kasten. Aaaaaaber, so gut sah das Ergebnis dann doch nicht aus. Ein wenig bedrückt habe ich das erst einmal liegen lassen und heute in Affinity entwickelt. Nun – langsam schieße ich mich auf das Programm ein und der Ruf nach PS verhallt so langsam. Phantastisch, was man da noch aus den Einsen und Nullen heraus holt.

Und so sah das Original aus… Eine Lanze gebrochen für die RAW Entwicklung, denke ich mal.