Schluss mit der Knipserei.

Nach meinem letzten Erlebnis mit einer Situation, die ich hier und heute und auch nicht in weiter Ferne, weiter erleuchten möchte, gebe ich die Fotografie insbesondere die People Fotografie, die mein liebstes fotografische Gebiet war bis auf unbestimmte Zeit auf. Ich komme einfach nicht damit klar, was sich in der ganzen Szene geändert hat. Geändert haben muss… Oder habe ich mich geändert?
Ohne dass ich etwas davon mitbekommen habe?

Egal!

Ich habe mich vor einigen Wochen umorientiert. Mich wieder einem meiner ersten Hobbys zugewandt. Der Musik. Und das kam so:

Ich wollte gerade meine finalen Hörgeräte bei einer meiner liebsten LP einspielen…

Er machte schon länger, seit einigen Jahren schon, Probleme: meine Yamaha Vorstufe. Zuerst war es nur der Lautstärkepoti, der immer mehr knarzte und krächzte. Auch eine ausgedehnte Suche im WWW brachte nichts. Es gab keine Ersatzteile mehr für dieses wunderschöne Gerät, welches mich über 35 Jahre begleitet hatte.

Ich suchte dann nach einer gebrauchten Vorstufe für den Endstufen Boliden, am liebsten von Yamaha, natürlich! Doch auch hier blieb der Wunsch Vater des Gedanken. Nichts!

Nach ca. einer Woche freundete ich mich mit dem Gedanken an, mir etwas Neues zukommen zu lassen… doch dieses NEUE fing ganz anders an, als gedacht. Nämlich mit einem neuen Fernseher. Nicht das unser das Zeitliche gesegnet hätte… der war doch erst 8 Jahre alt – ohne Probleme, ohne einen Werkstattbesuch, ohne Zicken… ein 42er Philips mit Ambilight, HD – 3D. Ich nahm den Vorschlag meiner Frau nur widerwillig an, den Fernseher an ihren Vater zu vermachen, weil seiner angeblich so langsam den Geist aufgab…

Nun haben wir einen 50er Philips, diesmal an der Wand, ebenfalls mit Ambilight. Ohne wird nie wieder in Frage kommen, zu sehr haben wir uns in dieses lebendige Fernseherlebnis verliebt. UHD Standard. Und und und… bis ich die ganzen Funktionen heraus gefunden habe, haben wir schon längst wieder einen Neuen… 🙂 Da hing er nun an der Wand und hörte sich grässlich an. So wie eine scheppernde Mülltonne. Am nächsten Tag bestellte ich eine 200 Watt Soundbar… Und was soll ich sagen… das rummst ganz schön… Dolby Athmos und so’n Zeug kommt für uns nicht in Frage. Da bin ich doch lieber audiophil eingestellt. Also eben zwei Tonsysteme. Ein einfaches für den Fernseher und ein genial gutes zum HÖREN, ENTSPANNEN, WOHLFÜHLEN… Mit ZWEI (!!!!!) Lautsprechern. So habe ich es mir gedacht…

Und so langsam reifte in mir der Gedanke an einen Vollverstärker, wie ich ihn so noch nie gesehen hatte… Obwohl es diese Technik schon längere Zeit gab: Röhrenverstärker mit Transistorverstärkung. Um es gleich vorweg zu sagen: Es wird viel geschrieben über solche Kombis. Wozu, was soll das, völlig nutzlos bis genial, warm und voller Klang… Zunächst habe ich gelernt von solchen „Testnachplapperern“ einen riesigen Abstand zu nehmen. Der Fotografie sei Dank. 🙂 Mir gefiel dieses Teil auch optisch. Es ist der MAGNAT MA 900 mit genau der richtigen Leistung.Und ich freue mich auf den Moment, wenn ich ihn das erste Mal anschalte, die 30 Sekunden warte, bis die Röhren in langsamen Glimmen zur vollen Leistung aufsteigen und sich warm leuchtend in unserem Wohnzimmer bemerkbar machen.

Ich habe diesmal mit noch einer „lieb“ gewonnenen Angewohnheit Schluss gemacht: Es ist kein japanisches Gerät, überhaupt nichts aus Fernost. Und er wurde nicht über das Internet bestellt. Ich bin in das Fachgeschäft meines Vertrauens gegangen – eines welches ich in den 80er und Anfang der 90er öfter besuchte als alles andere… Und wie ich da zum ersten Mal seit Jahren wieder die Tür öffnete, war sie wieder da… die Zeit der Musik, die mich so etwas von begeisterte…

Von irgendwo drang ein Klang in meine Ohren, der mir eine Gänsehaut über den Körper jagen ließ. Es war wieder da… und schrie danach genutzt zu werden…

Sofort kam ich mit dem Herrn ins Gespräch, der mir von seinem Kollegen empfohlen wurde. Es war wie früher. Sofort waren wir drin… richtig drin in der Materie.
Was machen denn nun die Röhren in der Vorstufengeschichte… wozu sind die da… Und das bei Magnat nun schon seit ewigen Zeiten… Das wurde mir schon fast bildhaft und gut erklärt. 🙂 Ich wurde 1a beraten – wie schon lange nicht mehr. Und das war ein unglaublich gutes Gefühl. Nah dran statt worl wide weg…

Im gleichen Atemzug schnappte ich mir auch gleich ein paar vergoldete 4mm Bananenstecker für die Lautsprecherkabel, einen Ersatzriemen für meinen 32 Jahre alten Thorens Plattenspieler. Hahahaahhhaa… 32 Jahre… Thorens schlägt vor, den Riemen jedes Jahr zu wechseln. Und weil ich immer noch mit dem Linn K5 Tonabnehmersystem herum eiere, bekommt das Ding jetzt ein Neues: Ein Ortofon 2M Silver Moving Magnet… Die dafür nötigen Einstellhilfen wie Schön Schablone. Azimut Einstellunslehre und Tonarmwaage gleich mit. Und dann bin ich gespannt, wie das klingt… 🙂 Den Thorens TD166 Mk V stelle ich noch ausführlich vor. Noch sieht er so normal wie damals aus… aber das System wird bald ein anderes sein und natürlich 100 % eingestellt.

Das er auch eines Tages abgelöst wird ist schon jetzt beschlossene Sache… ich träume da natürlich auch von einem MAGNAT… Wir werden sehen….

Stay tuned…

Wenn es beliebt… Bilder gibt es weiterhin aber nur aus der Konserve und nur bei

https://www.flickr.com/photos/181633843@N07/page2

und bei

https://500px.com/p/12lensesin7groups?view=photos

4 Gedanken zu „Schluss mit der Knipserei.

  1. Pausen in der Peoplefotografie kenne ich und die Situation. Aber aufgeben würde ich mir noch einmal überlegen. Ich glaube nicht, dass sich das Umfeld komplett verändert hat. Im Moment vielleicht teilweise etwas angespannter (durch Pandemie, Social Media). Aber ich vermute in Deinem Netzwerk gibt es doch sicher Kontakte für wiederkehrende Shootings? So mache ich das derzeit und macht definitiv auch mehr Spaß.

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    • Ich sollte in die Stadt ziehen, in eine große Stadt. Mein Dorf ist mir zu klein geworden. Oder die Ansichten zur Fotografie haben sich bei den weiblichen Personen massiv geändert. Was mir früher sehr leicht fiel, die Begeisterung für meine Bilder zu entfachen, ist nur noch ein leichtes Glimmen. So scheint es mir. Vielleicht sollte ich mich neu erfinden. Doch dazu braucht es auch Menschen, die dafür „anfällig“ sind. Und genau das ist meomentan mein größtes Problem. Hm… Danke für Deinen Comment… 🙂

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      • ich geb Dir recht, dass das Entstehen von Bildern durch Instagram und Co schnelllebiger und vielleicht auch beliebiger geworden ist. Ich glaube das wichtigste ist sich die richtigen Leute auszusuchen. Und ich nehme mir auch die Freiheit zu sagen passt nicht – wenn ich merke jemand ist weniger an meinen Bildern als an einem schnellen Shooting (einseitger Output) interessiert. Obe s jetzt in der Stadt einfacher ist – ich wohn auch auf dem Land 😉 Was stimmt früher sind Kontakte für Bilder oft zufälliger im erweitereten Umfeld entstanden. Und wo Du absolut recht hast – die richtigen Menschen zu finden ist nicht immer ganz leicht aber manchmal auch ein Selbstläufer. Die Zeit, die Umstände? Aber ich drück die Daumen – wäre schade wenn Du mit dem Portrait-Fotografieren wirklich länger pausierst/aufhörst.

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