The old Greenhouse

Auf den Spuren meiner Vergangenheit

Stubbendorf heißt das Nest. Es liegt zwischen Osdorf und Noer im Dänischen Wold von Schleswig Holstein. Dort verbrachte ich meine Kindheit und meine Jugend. Und dies ist das Treibhaus meines Vaters, das es immer noch stand, selbst so lange nach seinem Tode, hatte mich jetzt überrascht. Er verbrachte eine Unmenge an Zeit dort drinnen. Säte Blumen aus, pikierte diese um sie dann als fertige Pflänzchen zu einer seltenen Pracht zu begleiten. Salvien waren seine Lieblingsblumen. Überall loderten die roten Blüten wie kleine Feuer im Vorgarten. Dieses war der Nutzgarten. Insgesamt hatten wir knapp 1500 Quadratmeter zur Verfügung, die uns zur Selbstversorgung mit Kartoffeln, später im Herbst eingeweckten Bohnen, Erbsen und Wurzeln, das ganze Jahr reichten.

Das war einmal unser Kartoffelacker… wahrlich nur ein Teil davon. Als dieser verwildert war, mähte mein Bruder, der dieses Grundstück noch bewohnt, alles kurz und klein nieder. Wer sollte das Land bewirtschaften? Er selbst war selbstständig und ich hatte noch nie einen grünen Daumen. So verfiel recht schnell ein Garten Eden. Ja, das war er. Ich kannte keinen weiteren „Gärtner“ der so ein Schmuckstück geschaffen hatte.

Wenn ich es mir so überlege, kann ich gar nicht glauben dort gewohnt zu haben. Im Vergleich zu meiner jetzigen Behausung eher eine Ruine… und dennoch war ich hier sehr viele Jahre sehr glücklich. Das Fenster oben im Haupthaus ist das Fenster meines Zimmers. Ich hatte einen schönen Ausblick auf eine große Koppel, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagten… Heute ist es das Schlafzimmer meines Bruders.
Davor der Geräteschuppen. Rasenmäher, Heckenschere, Harken und Spaten und im Herbst fanden hier die Kartoffeln Platz. Heute beherbergt der Schuppen das Motorrad meines Bruders. Rechts das Gebäude war ganz früher mal ein Schweinestall. Doch dieser wurde schon länger als Werkstatt von meinem Vater genutzt.

Mein Vater war ein Meister im Herstellen von kompostierter Erde. Eine große Gitterbox zu Anfang, dann eine mittlere für das Vorjahresgestrüpp und schließlich eine dritte für die reine Erde, die fein säuberlich durchgesiebt wurde. Das ist so ziemlich die einzige Eigenart, die ich von meinem Vater abgekupfert und bis heute beibehalten habe. Wertvoller Dünger… Irgendwann wird alles wieder zur Erde.

Das war der ganze Stolz eines Mannes, der wusste, was er tat. Rhabarber von einer schier unglaublichen Größe. Verkümmert zu einem kleinen Rest. Was haben wir für eine Menge an Grütze und auch Saft von den leckeren Stangen erhalten… Fast unglaublich…

Eines der drei großen Frühbeete. Was im Treibhaus fertig war, wurde zunächst hier ausgepflanzt, damit die kleinen Pflänzchen groß und stark werden konnten. Heute ist dort der beliebte Schachtelhalm zu Hause.

Noch mal einen letzten Blick ins Innere von meines Vaters liebsten Arbeitsort… Wenn ich daran denke wie akkurat und sauber und fein penibel er alles in Schuss gehalten hat… Seufz…Aber wie heißt es so schön: Alles hat seine Zeit.

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