Planten un Bloomen Hamburg

Chapter One

Irgendwann bekamen wir das in den Kopf Bilder in Hamburg zu schießen. Planten un Bloomen sollte die Location sein. Katrin wohnte in Hamburg und so ließ ich mich darauf ein, sehr früh morgens knapp 120km entfernt anzureisen. Ich checkte noch kurz vorher meine Ausrüstung, wollte nichts dem Zufall überlassen. Zwei Kameras oder nicht? Man wusste ja nie. So entschied ich nach einigem Hin und Her zu meiner 20D noch die 10D mit einzupacken. Und ab ging es… Mit leichtem Kopf, mich auf das Shooting freuend, ohne Aufheller (!) damals dachte ich an so was überhaupt nicht, segelte ich über die A7 Richtung Hamburg.

“ Kaffee?“, kam die Frage als ich mich in der Küche auf einen Stuhl gesetzt hatte.
„Da sag ich nicht Nein!“, und so kamen wir wie immer in ein längeres Gespräch.

„Ich glaube, so langsam wird’s Zeit“, sagte ich nach einem Blick auf die Küchenuhr.
Um spätestens 7.00 Uhr wollte ich am Ort des Geschehens sein. Nun war es schon fast 8.00 Uhr. 🙂 Aber Katrin lächelte nur. Ihre Leichtigkeit gemischt mit einer Portion von Sorglosigkeit machte es auch jetzt wieder einfach, dieses Problem zu überstehen.

Wir entschieden uns für den Japanischen Garten. Doch bis dahin ist es vom Eingang noch ein Stück Weg.

Und so knipste ich auch auf diesem Weg schon einmal ein paar Bilder zum Warm werden.

Soweit zum ersten Teil. Wir hatten natürlich etwas ganz anderes vor…

Stay tuned…

Sturzregen

Mein erstes Bild (!) mit einem Smartphone. Was soll ich sagen… ich werde mich nie an diese Art zu fotografieren gewöhnen…

So in etwa fühle ich mich gerade. Allein im Regen stehen gelassen. Keine Perspektive, alles diffus in meiner Umgebung, keine klare Struktur. Ich hoffe, das hört auch mal wieder auf.

Fast ein wenig wie sterben

Seit Wochen kein Bild mehr geschossen, welches mich auch nur annähernd befriedigt hätte

Seit Wochen die Kamera schon nicht mehr ernst genommen

Seit Wochen kein Mädchen mehr vor der Kamera gehabt

Seit Wochen stelle ich mein einst so wichtiges Hobby ernsthaft in Frage

Seit Wochen, nein seit Monaten lebe ich nur noch von vergangenen Zeiten

wo mir alles so gut wie in den Schoß fiel,

Heute bin ich wieder dort wo mein Abgang begann 2010…

Firma endgültig geschlossen, Ausproduktion, Transfer, arbeitslos…

Und noch 1504 Tage bis zur Rente… brutto…

Fast 61 Jahre alt, im Kopf noch fit und trotzdem zu alt… und dann noch dieses Virus, welches uns alle in Schach hält.

Wie lange noch?

Seit einigen Wochen renoviere ich mein Büro, wenn es so weiter geht brauche ich keines mehr.

Aber es sieht schön aus – jetzt. Viel besser ohne den ganzen 70er Jahre Mief aus Holzpaneele – überall –

Es ist hell geworden und freundlich, einiges ist noch zu tun, über dem großen Schreibtisch wird eine große Normlichtleuchte für vernünftiges Licht sorgen. Ich mag keine ungewollten Farbstiche in meinen Bildern…

Doch wozu noch… denn…

Seit Wochen…

nur noch Chaos im Hirn.