Canada 10.0 Teil 4

12.09.2019 18.45 Uhr Pacheedaht Campground Port Renfrew

Gegen 9.30 Uhr fertig mit dem Frühstück… es gab Vanilla Almond Corn Flakes (immer noch die besten Flakes die ich je in meinem Leben gegessen habe), süße Brötchen mit englischer Double Cream (extra viel Schlagsahne) und natürlich warm, die Brötchen (!) Tee und meinen ersten Joghurt. Im Hintergrund rollt der Pazifik. Es lebt sich nicht schlecht in B.C.!

Gegen 11.00 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg. Es geht zunächst zum China Beach Day Use Area. Ein kurzer Weg führt zum Strand hinunter. Doch Sabine ist heute nicht so mobil, es dauert alles etwas länger, aber das ist auch nicht das Problem. Wir bleiben etwas länger unten am Strand, dann kehren wir wieder zurück zum Anfang des Weges und schlagen den Weg zum Miracel Beach ein. Dieser ist schon eine Herausforderung für Sabine. Wir gehen ihn eine knappe halbe Stunde, anschließend wieder zurück zum Parkplatz. Dort wird sie wegen ihres Truck Campers angesprochen. Die Unterhaltung dauert schon etwas länger 🙂

Spaghettiekelb
Miracle Beach – allein der Weg dort hin ist schon eine Herausforderung

Es geht weiter in Richtung Renfrew. Es beginnt zu nieseln, mal leiser, mal heftiger. Das nächste Info Center gehört uns. 🙂 Ich hatte gehofft, es wäre eine feste Behausung, doch hierbei handelte es sich nur um einen dreiseitigen Bretterverschlag mit Informationstafeln.

Es befand sich auf diesem Platz auch eine winzige Tankstelle. Und dort kam mir ein Gedanke: Sie war besetzt mit einer der gut gelauntesten Indianerinnen, die ich bisher kennen gelernt hatte. Ihr Lachen war wirklich zauberhaft… sie schmiss den laden mit einer Kollegin, die draußen zapfte.

Und hier wollte ich mal fragen, wie und ob man auch ohne PIN tanken kann. Gedacht, getan!

Sie nahm sich alle zeit der Welt um mein Problem aus der Welt zu schaffen. Das erste Mal mit Auflegen, also „Piep“ und gut hatte ich Pech, das funktionierte gar nicht. Da war nicht einmal ein Piep… Beim zweiten Versuch kam die Frage nach der PIN… Das ging ja erst recht nicht… und dann kam ihr der Gedanke die Kartennummer meiner alten Kreditkarte manuell einzugeben und mit einem eigenen Zugangscode zu ihrem Terminal herzustellen… „It work’s!“ und sie strahlte über ihr ganzes Gesicht… zu nice… 🙂 HA, das funktioniert also doch! Also nur die alte Karte nutzen… sie lief diesen Monat ab, was aber nix machte. Denn dann waren wir schon lange wieder zu Hause.

Jetzt nur mal sehen, wie das beim nächsten Tankvorgang aussieht.

Das gab es oft: Einspurige Brücken… man stelle sich das mal bei uns vor… :-)))

Nicht 100%, aber doch schon um einiges ruhiger fuhren wir weiter zu dem von dieser freundlichen Indianerin angegebenen Campground… …“they have showers, in a great new Building…“ Auf was für einer Straße fuhren wir hier eigentlich? Was für eine Gegend ist das hier? Ich hatte nach einiger Zeit so meine Bedenken. NATÜRLICH verfuhren wir uns auch mal wieder, doch der Irrtum war schnell geklärt. Wir hatten nur die Einfahrt verpasst, weil die von einigen großen Autos blockiert war. Sabine fuhr mit gemischten Gefühlen auf den Campground. Am Office hielt sie an und wir gingen zusammen ins Büro um die Modalitäten zu erledigen.

War das Mädchen an der Tankstelle noch der reinste Sonnenschein, so hatten wir jetzt eine Bulldogge vor uns… Doch was sollte es, wir nahmen einen Platz, ohne Service für 35 Can$. Ganz schön heftig, ist aber schon klar – der ist privater Natur und die sind immer teurer. Die Suche nach dem Stellplatz jedoch tat sich etwas schwer zu Anfang – wir kehrten wieder um und fuhren diesmal direkt an den Strand. Und da war er auch schon – He, so was hatten wir bisher noch nie!

Allein der Ausblick war schon 40Can$ wert… 🙂

Nachdem wir den Omsel eingeparkt hatten, schauten wir uns die Örtlichkeiten an. Hier standen Plumpsklos am Rande des Nervenzusammenbruchs… Aber benutzen würde ich die ganz sicher nicht… dann die Showers… die Frage war ob ich das wirklich wollte… Freiliegende elektrische Kabel in einem Feuchtraum… reicht eigentlich schon…

s. Detail rechts oben…
Poor mens Restrooms… alle anderen durften natürlich die Flushing Toilets benutzen…
Internet, Showers…. aber es wirkt alles so temporär. Wenn ich mir die sanitären Anlagen so ansehe, haben die sich seit 1995 nicht verändert, kein Stück… Aber Hauptsache Internet 😦

Doch nach einer heißen Schokolade und einem herrlichen Apple Fritter sah die Sache schon ganz anders aus und wir begaben uns zum Strand. Und der war genial groß. Allerdings hier kein heller Sand wie in Tofino, sondern eher grauer Sand, ziemlich grobkörnig, und sehr anhänglich. 🙂 Am Strand war unglaublich viel Treibholz angelandet. Ein Superanblick, zumindest für mich… Ich hatte mal wieder jede Menge zu fotografieren, diesmal Stillleben. Immer das Gleiche, nur jedes mal anders.

Eine Fundgrube für Fotografen… Treibholzstücke auf hunderte Meter Strand… Ich habe davon auch noch eine eigenständige Serie geschossen. Ein 9er Tableau…
Und das haben die da jeden Morgen, Mittag, Abend… Neidfaktor immens…
Driftwood 1
Driftwood 2
Driftwood 3

Sabine hatte sich derweil meinem Blickfeld entzogen, ich konnte aber schon ahnen wo sie war. Und genau dorthin begab ich mich auch. Sie hatte zwei Bald Eagles entdeckt, doch die saßen so versteckt in den Bäumen, dass ein Erkennen ziemlich schwierig war.

Auf dem Rückweg waren wir uns zwar einig, dass es heute nichts mehr zu essen gab, doch Sabine brach mal wieder ihre eigenen Regeln. Nun wird es bald etwas zu Beißen geben und ich sage schon mal „Gute Nacht Vancouver, wo immer sie sind“.

Grün war von Anfang an meine Lieblingsfarbe…
Gute Nacht Pacheedaht 🙂

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