Nord Art…

Es mochte das Jahr 2000 gewesen sein, als eine kleine unerschrockene Gruppe des Fotoclubs Schleswig mit ihrem Mentor und damaligen Aktgruppen-Leiter und Industrie Fotografen aus Kiel, Holger Münchow eine der Hallen der Nord Art Büdelsdorf enterte. Es sah damals noch bei weitem nicht so toll aus wie jetzt.

Die zweite Nord Art war erst im Aufbau und wir mit unseren beiden Models ( nein, es waren keine Models, es waren Mädchen von der Straße, die sich für unser Vorhaben zur Verfügung stellten. Es muss endlich ein Ende haben, diese Mädchen als „Modelle“ zu bezeichnen) die Ahlmann Halle enterten.

Damals rangierte ich noch unter den Namen Candy Shop und es waren die letzten Zuckungen analoger Natur, die ich da zustande brachte.

Testing, noch schien Holger (rechts im Bild) ein wenig ratlos zu sein, was das werden sollte…

Wie immer wenn ich ein neues Projekt angehe – Location mal so richtig angucken. Meine Mitstreiter hielten davon nicht so viel – je eher es los ging desto besser…

Drinnen in der Halle war es doch recht kühl, im Gegensatz zu draußen. Doch wir hatten uns jetzt auf die Halle eingeschossen – war ja auch groß genug.

Wie immer hatte ich mein Stativ zu Hause gelassen. Ich war damals ein noch größerer Stativmuffel als heute. Also was sollte es… ich lud meine Minolta 800si mit einem AGFA SCALA 200 und pushte den auf ISO 800. Ging auch. Und das Rauschen brachte erst den richtigen Kick. 🙂

Unsere beiden Mädchen Anna und Ute brauchten aufgrund ihrer Erfahrung (Ute war das erste Mal dabei) einige Zeit zum Warmwerden. Ich auch. Es war mein zweites Akt Shooting mit Holger Münchow und dem entsprechend war ich ziemlich angespannt.

Sagt alles, oder?

Wir nutzten alles was uns zur Verfügung stand, und das war ne Menge… zu dem Zeitpunkt noch nicht wissend, das am gleichen Tag noch die Ausstellung in der Halle eröffnet werden sollte.

Holger versuchte sein bestes uns Greenhorns etwas beizubringen, und den Mädchen die „Posen“ zu entlocken, die ihm vorschwebten. Oder auch nicht… Aus heutiger Sicht sehe ich einige Bilder schon sehr amateur- und stümperhaft an… Aber- und das sollte man nicht vergessen, es war damals eine der gängigsten Arten überhaupt an Akt-Shootings zu kommen. Von den Mädchen VOR der Kamera ganz zu schweigen.

… auch nicht besser…
eines „meiner eigenen“ Vorstellungen…

Holgers Vorstellung…
Diese Location war mein Lieblingsort… und vor allem mag ich es, wenn die Mädels nicht gleich zimperlich reagieren, wenn’s mal „dreckig“ wird… um so toller, weil Ute (links) eben erst das erste Mal dabei war…
Toll, neech? 🙂
Der Kokon…. Wie gesagt, wir nutzten alles…
Ich mag es einfach…

Mein Fazit zu den Bildern von damals und überhaupt zu dieser Phase… Es gab nur einen der diese Bilder eigentlich „gemacht“ hat. Von der Location bis zum Licht, vom Posing bis zur endlichen Darstellung und später sogar noch zum Druck des Bildes… Und das war Holger Münchow. Keiner von den Anwesenden hatte auch nur annähernd ein anderes Bild. Und ich brauchte auch noch eine ziemlich lange Zeit bis ich aus diesem Käfig endlich draußen war.

Squeezerlens

2.8/80mm, mehr ein Portraitobjektiv. Gut zu erkennen der Faltenbalg der es erlaubt das Objektiv zu drücken und zu quetschen – eben zu squeezen. So ist es möglich schon während der Erstellung des Bildes den Horizont oder die Schärfeebene genau dort hin zu legen, wo man sie haben möchte.
Schon bald war mir der Bildwinkel zu klein und ich wünschte mir vom Erfinder dieser Optik ein „Weitwinkel“ für Stadtanichten. Dem Wunschkam er mir entgegen und so erwarb ich ein 50mm MITTELFORMAT-Objektiv, dass mir jetzt auch die anderen Wünsche erfüllte…

Jo, auch so was kann man damit fotografieren, ganz praktisch, wenn man die Personen nach neuem DSGVO Recht unkenntlich machen möchte/muss… Was ich DAVON halte steht aber auf einem völlig anderem Blatt…

Vancouver at Squeezerlens

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