Mit der Mamiya in Flensburg

Ist nicht einfach mit dem schweren Ding… 🙂 Aber ich tu mir das immer wieder an, und wenn ich noch tausend Filme verballern muss, um zu verstehen wie die Kamera eigentlich tickt. Und warum? Weil’s einfach Spaß macht…

Objektiv 4.5/180mm, es war bis dato mein einzigstes. Ich mag diese „Tiefenstaffelung“ auf die mich erst Mike so richtig hingewiesen hat. Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund und dann noch weiter… 🙂 Was dieses Ding so aufzeichnet – herrlich… Einer Fotokollegin fiel das Emblem der Flensburger Brauerei sofort ins Auge. Nun, ob man sich davon ablenken lassen kann oder will… In der Tat, ich hätte es raus nehmen können… hätte, hätte – Fahrradkette… Was mir noch auffiel und was ich an dieser Kamera und ihren Objektiven schätze: Die Masten sind alle gerade, keine Verzeichnung – nix!

10 Bilder bekomme ich auf den Film – doch meinem technischen Unvermögen ist es zuzuschreiben, dass mir meist nur drei oder vier oder fünf Bilder wirklich gelingen. Kann nur besser werden…;-))

Olaf Samson Gang 🙂 Nee, wat hab ich mir da einen abgebrochen… Die erste Begegnung war eine ungewollte Langzeitbelichtung. Ein einziges Bild welches gerade so noch was geworden ist… Dies ist jetzt der zweite Versuch – und ich finde ihn gelungen. Auch wieder ein wenig länger belichtet wie man an den drei Personen im Mittelgrund erkennen kann. Diesmal allerdings gewollt! Auch hier wieder die völlig verzeichnungsfreien vertikalen Linien… Toll!

Hier schon fast eine vierfache Staffelung von Ebenen. Wobei ich sagen muss, im Sucher sah das noch viel spektakulärer aus. Vordergrund, 2. Haltepunkt 4-5m weiter nach vorn, 3. Haltepunkt der Ponton, der den Blick noch einmal stoppen lässt, ohne ihn großartig zu behindern, Fluchtmöglichkeit links, und von dort aus den 4. Haltepunkt, den Ballastkai ganz bis zum rechten Bildrand wandern… Die richtige Spannung im Bild ist natürlich das absolute Chaos nicht ganz im Goldenen Schnitt. Wäre es dort, hätte ich ja schon wieder Ordnung ins Bild gebracht, die so nicht angebracht gewesen wäre.

Film gescannt mit dem Epson Perfection 3200 Photo, 18 Jahre alt, ein Flachbettscanner für den es schon lange keine Treiber mehr gibt. Eine Zeitlang habe ich ihn links liegen gelassen, bis ich irgendwie den Film meiner Mamiya digitalisieren wollte. Was also tun? Geholfen hat mir dabei die Software von Vuescan. 70 Euro, aber he, wenn man sich mal die Qualität anschaut – sehr gut investiertes Geld finde ich.

Jo, Mittelformat macht Spaß, wenn man erst einmal begriffen hat, worum es eigentlich dabei geht. Vielen Dank Mike, für das Öffnen der Augen… 🙂

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