Neulich…

… nach der Nachtschicht…

… schon interessant wenn man sich umgezogen hat und dann noch mal den Blick schweifen lässt. Oftmals entgeht einem so ein Detail doch völlig. Eine leicht geöffnete Spindtür und was blitzt daraus hervor? Ich fand nicht nur den Augenblick so spannend sondern auch meine Reaktion darauf… 🙂

Mamamiya RZ 67 Pro

Der zweite Versuch eines Fotografie Blogs. Der erste wurde beim Erscheinen der DSGVO komplett gelöscht. Das hatte aber auch noch andere Gründe. Gründe, die sich zu diesem Blog nicht wiederholen werden. Aus einem völlig fotobegeisterten jungen Mann wurde in der Zwischenzeit von 40 Jahren ein ziemlich nachdenklicher kurz vor der Rente stehender Fotograf, den die Zukunft hoffnungslos überrollt hat.

Und ich beginne mit einem richtig schwerem Ungetüm aus dem Jahre 1970. Und diese ist oben im Header zu sehen. Ich erwarb sie komplett mit Lichtschachtsucher, 120er Filmmagazin und einem 4.5/180mm Objektiv zu einem sehr günstigen Preis. Nachdem ich sie mir erst einmal ausgiebig zur Brust genommen hatte, denn Jahre langer digitaler Fotografie versuaen doch ganz schön das Wissen und die Feinmotorik für diese alten Schätzchen, spulte ich den ersten Film ein. Das ist richtig tricky. 🙂 Über zwei Umlenkrollen fädelt man zum Schluss eine vorhandene Lasche am Film in einen Spulenkern den belichteten Film dann wieder aufrollt.

Das ist schon ein echt schwerer japanischer Maschinenbau, der auf das Stativ gewuchtet werden muss. Mit Objektiv und 6 Volt Batterie (!!) wiegt das Ding drei Kilo. Aber allein die Bedienung ist eine Offenbahrung für jeden Analogfetischisten.

Da ich über keine Labormittel mehr verfüge, wurde der mein erster Film kurzerhand bei einem guten Freund aus Güby entwickelt. Ich war sprachlos ob der Schärfe, die sich dann nach dem Scan herausstellte. Dieses Bild ist praktisch unbearbeitet. Bis auf einige Fussel und andere Flecken, die sich ja immer wieder einfinden.

Mein Jagdtrieb war geweckt. Nach Jahren digitaler Überproduktion von Fotos ging es jetzt wieder ans Bilder machen.

Doch es sollte nicht lange so euphorisch bleiben. Nicht, dass ich mir die Bedienungsanleitung für dieses archaische Instrument des Lichteinfangs besorgt hätte, doch die Mamiya besitzt mannigfaltige Sicherungen um ja kein Bild aus versehen zu zerschraddeln. Für mich erwiesen und erweisen sie sich immer noch als hinterhältige Stolperfallen… Drecksteil!… 🙂

Man beachte die feine Textur im Hintergrund… Also die Optiken sind nach all den Jahren immer noch eine Wucht.

Stay tuned

Flensburg

Flensburg hat sich für mich als das Highlight zum Fotografieren entwickelt. Erst recht mit der dicken Mamiya. Es gehört schon eine gehörige Portion Empathie dazu, das Ding will mehr oder weniger „geschleppt“ werden. 3 Kg sind nicht ohne, mit Stativ 5. Doch wenn das Ding erst einmal steht, die Belichtung gemessen ist – nochmal tief Luft holen – dann den Auslöser drücken und dieses unnachahmliche Geräusch dazu tief einverleiben…

Herrlich!.

Es gibt nicht nur wundervolle Eindrücke vom Hafen, auch die Gebäude drum herum laden zum Entdecken ein. In diesem Fall mehr grafische Geschichten.

Ein Bild wie aus einer vergangenen Zeit… I love it.

Fürst Rainier holt seine grace zu einer Spritztour ab… könnte man fast meinen…

Etwas, das ich ganz doll mag an meiner Mamiya: Verzeichnungen sind ihr praktisch fremd. Vertikales wird senkrecht und nicht verbogen reproduziert genauso wie waagerechte Linien.

Dies Beiden haben mich allein schon von ihrer Größe beeindruckt…

Die Bild-Geschichten aus Flensburg fangen ja jetzt erst richtig an… Stay tuned